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Der Plastikschaden der "Zivilisation" Meldungen 05 - ab 31.8.2019

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

Meldungen zum PET-Fresser-Bakterium Ideonella sakaiensis - Meldungen 04-01

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

9.4.2020: Enzym LCC baut Plastik ab: https://www.golem.de/news/plastikmuell-veraendertes-enzym-recycelt-kunststoff-2004-147825.html?fbclid=IwAR3THDjAooEbFHkcitEPcpIfdsIxq28EJc0VatsirGo-2hLsmKgCM4whLcQ

Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018
Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018

19.9.2023: Pilze fressen Plastik und Öl
Pilze können alle Umweltprobleme der Erde lösen! – Sie essen Plastik und beseitigen Ölverschmutzung
In den letzten 50 Jahren hat sich die Gesundheit unseres Planeten stetig verschlechtert, die Umweltverschmutzung ist so hoch wie nie
https://bewusst-vegan-froh.de/pilze-koennen-alle-umweltprobleme-der-erde-loesen/ - https://t.me/c/1292545312/46982

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Webseite für recyclebare Objekte: https://sfenvironment.org/reduceplastic

Plastikfreie Gemeinschaften: www.plasticfree.org




Netzfrauen
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31.8.2019: Indien ohne Plastik ab 2. Oktober 2019:
Zu Ehren von Mahatma Gandhi – Indien wird plastikfrei! October 2, the birth anniversary of Mahatma Gandhi-India bans plastic!

Für das Verbot von Plastik in Indien wurde das Datum 02. Oktober 2019  gewählt. Es ist der 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi, der fest an die Bedeutung der Sauberkeit für Indien und seine Bürger glaubte. Als Premierminister Modi die Ankündigung während seiner monatlichen Radiosendung machte, sagte er: „Wenn wir Mahatma Gandhis 150-jähriges Bestehen feiern, werden wir ihm nicht nur ein offenes, kotfreies Indien widmen, sondern auch eine Massenbewegung in Gang setzen und Indien plastikfrei machen“. Mahatma Gandhi kämpfte ohne Waffen und Gewalt für den Frieden seiner Landsleute. Er veränderte die Welt, indem er die Inder in seinem Land sowie in Südafrika in die Unabhängigkeit leitete. Die Welt bräuchte heute, im 21. Jahrhundert dringend wieder einen Mahatma Gandhi. Dass die Inder den Aufruf Modis folgen werden, das Land zu ehren Gandhis plastikfrei zu machen, dürfte durchaus gelingen. Die Welt feiert „Mahatma“ was „große Seele“ bedeutet noch heute als Vorbild und Nationalhelden. Weiterlesen →


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Volksbetrug.net
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6.9.2019: Da behauptet jemand, Mikroplastik könne man rausfiltern:
Nie wieder Mikroplaste im Wasser? Neues Startup „Wasser 3.0“ mit erfolgreichen Pilotanlagen

<Von Lisa Meyer

Ein Karlsruher Startup hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Mikroplaste aus dem Wasser gefischt werden kann. Bisher haben Kläranlagen diese Schadstoffe nicht filtern können. Katrin Schuhen, Geschäftsführerin von „Wasser 3.0“, gab Sputnik einen exklusiven Einblick in die Funktionsweise und Nachhaltigkeit des Produkts.

Aus einer Forschungsgruppe der Universität Koblenz-Landau heraus entstand ein Projekt, das sich die Sauberkeit des Wassers zum Ziel nahm. „Wasser 3.0“ ist ein Startup aus Karlsruhe, geführt von Katrin Schuhen. In einer speziellen Versuchsreihe haben sie ihr neuestes Produkt getestet: Wasser 3.0 PE-X. Dieses ist ein sogenanntes Hybridkieselgel, welches dafür sorgen kann, Mikroplaste aus den unterschiedlichsten Gewässern zu filtern.

Das Kieselgel bringe laut Schuhen viele Vorteile mit sich: „Wir haben ein Material, das immer das Gleiche hervorbringt. Das macht es natürlich sehr einfach für den Anwender.“ Im Gegensatz zu anderen Stoffen, wie beispielsweise Kohle, die je nach Lieferung unterschiedlich beschaffen sind, sei das Hybridkieselgel außerordentlich anpassungsfähig. Das liegt an der speziellen Komposition von organischen und anorganischen Stoffen. Ihre verschiedenen Wechselwirkungen sorgen für eine Verformbarkeit des Materials gegenüber Schadstoffen. Aus dieser Reaktion vom Gel mit den Mikroschadstoffen finden chemische Prozesse im Wasser statt, die dann dazu führen, dass Moleküle Verbindungen eingehen. Somit werden ganz viele kleine Plastepartikel zu größeren, leichter filterbaren Plastemengen.

Was ist Mikroplaste und was passiert damit?

Grundsätzlich ist es so, dass „alle Partikel, die kleiner als 5 Millimeter sind, als Mikroplastik definiert werden“. Das heißt, in dieses Spektrum fällt nicht nur eine Stoffklasse, sondern alle existierenden Kunststoffarten in allen Verarbeitungszyklen und Herstellungsprozessen. Das sei auch ein Punkt, der die Arbeit mit Mikroplaste so kompliziert mache. „Wenn man das hochrechnet, über alle potentiellen Polymere und Polymer-Typen, dann sind es unendlich viele, verschiedene Verbindungen, die unter Mikroplastik zusammengefasst werden“, so Schuhen.

 

Bis jetzt ist Wasser 3.0 PE-X für die Eliminierung von Mikroplaste ausgelegt. Einen festgelegten Plan, wie „Wasser 3.0“ mit dem gefilterten Mikrokunststoff vorgeht, hätten sie noch nicht entwickelt. „Das sind die Anschlussprozesse, wo auch noch mal sehr viel Gehirnjogging notwendig ist, um die richtige Anwendung zu finden“, erzählt Schuhen. Die Möglichkeit, Mikroplaste zu verbrennen, sei wohl die schnellste und einfachste, um es vollständig zu eliminieren. Die Geschäftsleiterin sieht jedoch Potenzial für mehr: Sie will versuchen, den „Kreislauf der Wiederverwertung“ sinnvoll zu schließen und einen Nutzen für die gefilterte Plaste zu finden.

Wasser 3.0 PE-X in der Praxis

Im Juli und August dieses Jahres fanden die ersten Durchflussversuche mit dem Wasser 3.0 PE-X bei einer Kläranlage statt. Umso genaue Werte wie möglich zu erhalten, hat das Startup in der Pilotanlage Wasser gehabt, das mit Mikroplaste „aufgespikt“ wurde (spiken ist ein Fachbegriff in der analytischen Chemie – d.Red.). Katrin Schuhen zufolge: „Das heißt, wir haben zusätzlich nochmal Mikroplastik hinzugegeben, um auch Referenzwerte und Eliminationseffizienz sehr genau bestimmen zu können.“ Die Resultate waren erfreulich. Bei kontinuierlichen 95 Prozent Eliminationseffizienz konnten die Mikroschadstoffe aus dem Wasser geholt werden. Auch der Kläranlagenbetreiber sei mit der Leistung zufrieden gewesen.

Es sei schwierig zu sagen, welchen finanziellen Mehraufwand diese Methode bei großflächiger Umsetzung hätte. Wasser 3.0 will sich nämlich für jeden Betreiber – ob nun von Kläranlage, Industrie oder Entsalzungsanlage am Meer – die nötige Vorbereitung nehmen. „Wir analysieren das Wasser vorher ganz gründlich, um dann eine passend genaue Lösung dafür zu entwickeln, die für den Betreiber die bestmöglich verfügbare Lösung darstellt“, versichert Schuhen.

Überdies sei die Produktion des Gels bei weitem umweltfreundlicher als herkömmliche Methoden. Es seien sehr reine Produkte, die in wenigen Reaktionen produziert werden können. Außerdem hätten sie die kürzeren Wege: Sie müssen es nicht aus einer entfernten Region abbauen, das Material nach Deutschland verfrachten oder es anschließend weiterbearbeiten. „Wir haben einen Standort, an diesem wird produziert und von dort aus werden dann auch operativ die Wasserversorger beliefert.“>

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20 minuten
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Plastikschaden durch Luftballons 12.9.2019: Luftballons fliegen unkontrolliert auch in Landwirtschaftsgebiete - Vögel fressen das Plastik und verhungern:
Grüne wollen wegen Tieren Luftballons verbieten
https://www.20min.ch/ausland/news/story/Gruene-wollen-Luftballons-verbieten-16989154

Fototexte:
1) Luftballons steigen in die Luft, kurz danach landen sie in der Natur.
2) Auch wenn die Ballone Klein und Gross Freude bereiten, fordert eine Politikerin der Grünen in Niedersachsen, dass diese verboten werden.
3) «Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen», sagt Anne Kura.
4) Die Stadtverwaltung von Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen hat am 9. September 2019 beschlossen, bei allen städtischen Veranstaltungen auf fliegende Gasluftballons zu verzichten.
5) Das niedersächsische Umweltministerium ist wenig begeistert von der Forderung der Grünen. «Ein Ballonverbot rettet die Welt ganz bestimmt nicht», sagte ein Sprecher.

Der Artikel:

<Luftballons landen oft in der Natur und schaden Vögeln und anderen Tieren. Eine Politikerin der Grünen in Niedersachsen will dem Plastikwahnsinn ein Ende setzen.

Kindergeburtstage, Hochzeiten, sogar Wahlveranstaltungen und Proteste – Luftballons sind bei Partys und Events kaum wegzudenken. Die Grünen in Niedersachsen wollen dem aber ein Ende setzen: Luftballons seien schlecht für die Umwelt, sie gehörten komplett verboten, sagte die Grünen-Landeschefin Anne Kura im Interview mit der «
«Neuen Osnabrücker Zeitung».

Einmal in die Luft gelassen, landeten Luftballons oft in der Natur. «Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen», so die Politikerin. Auch Ballons aus Naturlatex seien daher keine echte Alternative.

Rettet ein Luftballonverbot die Welt?

Auf die Idee gebracht, hat sie wohl der Entscheid der Stadt Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Am Montag hatte die Gemeinde beschlossen, bei allen städtischen Veranstaltungen auf fliegende Gasluftballons zu verzichten. In zahlreichen niederländischen Städten wurden Luftballons bereits verboten, wie «Die Welt» berichtet.

Das niedersächsische Umweltministerium ist wenig begeistert von der Forderung der Grünen. «In den Himmel steigende Luftballons haben die Menschen schon immer mit Träumen und Hoffnungen verbunden», sagte ein Mediensprecher. «Ein Ballonverbot rettet die Welt ganz bestimmt nicht.»

Auch die Schweiz will Plastikverschmutzung reduzieren

Auch der Nationalrat hat am Donnerstag angekündigt, Plastikmüll in der Schweiz bekämpfen zu wollen. Konkret will das Parlament den Bundesrat verpflichten, gemeinsam mit den betroffenen Branchen Massnahmen zu prüfen und zu ergreifen, um die Verwendung von Plastikverpackungen und Einwegkunststoffprodukten innert nützlicher Frist erheblich zu reduzieren. Zudem soll auch die Forschung auf diesem Gebiet gefördert werden.

(kle)>

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News for Friends
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22.9.2019: Plastikabfall im Meer kommt zu 90% aus Asien+Afrika:
90% der Plastikabfälle, die die Ozeane der Erde verschmutzen, stammen aus Asien und Afrika. Warum werden also Westler unterrichtet?
https://news-for-friends.de/90-der-plastikabfaelle-die-die-ozeane-der-erde-verschmutzen-stammen-aus-asien-und-afrika-warum-werden-also-westler-unterrichtet/

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Bremerhaven 10.11.2019: Statt Fischbrötchen in Plastikverpackung: Packung aus essbaren Algen
Nach dem Fischbrötchen die Verpackung: „Nordsee“ will essbare Algen verwenden


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15.11.2019: Wachsmotten fressen auch Plastik
Motten "verwechseln" Plastikart mit Wachs

per E-Mail von Kommunikationspartner Simon J., Schweiz

<Im April 2017 wurde die Entdeckung der italienischen Biologin Federica Bertocchini publiziert, wonach sich die Raupen der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella, Bienenwaben fressend) auch von sich nur langsam zersetzenden weil robusten Polyethylen , PE, ernähren und dieses zu Ethylenglycol , "Alkohol-zucker" abbauen können. Nun soll erforscht werden, welches Enzym dies ermöglicht und ob daraus eine Möglichkeit zum Abbau von Plastikmüll entwickelt werden kann.[5][6] Nach einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2014 wurde allerdings schon früher eine Motte (Dörrobstmotte, Plodia interpunctella) bekannt, die Polyethylen abbauen kann. Dabei wurden auch zwei Bakterien (Enterobacter asburiae und eine unbestimmte Art der Gattung Bacillus) identifiziert, die im Magen der Motte vorkommen und auf Polyethylen-Filmen mikrometergroße Gruben und Löcher hinterlassen.[7]>


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6.12.2019: Plastikmüll in der Südsee: Einsiedlerkrebse gehen in die Plastikflasche - und dort sterben sie massenweise:
Auf entlegenen Inseln: Plastikmüll tötet Hunderttausende Einsiedlerkrebse
https://www.krone.at/2057119

<Welche Folgen Plastikmüll für die Tierwelt haben kann, zeigt eine neue Studie. Er ist auf den entlegenen Henderson Islands, einer entlegenen Insel im Südpazifik sowie auf den Kokosinseln im Indischen Ozean für den Tod von mehr als einer halben Million Einsiedlerkrebse verantwortlich, berichten Forscher der University of Tasmania und des Natural History Museum in London.

Einem Team um Jennifer Lavers vom Institut für Meeres- und Antarktisforschung der University of Tasmania war aufgefallen, dass in vielen offenen Plastikflaschen oder ähnlichen Behältern, die an die Strände der beiden Inseln geschwemmt wurden, häufig Einsiedlerkrebse herumkrochen und sich auch viele tote Tiere in ihnen befanden.

Regelrechtes Einsiedlerkrebs-Massensterben
Mit Kollegen vom Natural History Museum in London nahmen die Forscher die Behältnisse näher unter die Lupe und fanden dabei heraus, dass der Plastikmüll für ein regelrechtes Massensterben der Einsiedlerkrebse auf den Kokosinseln und Henderson Island verantwortlich sind. Im Schnitt zwei tote Tiere pro Quadratmeter Strand fanden die Forscher, berichtet der „Guardian“.

Allein auf den Kokosinseln (sie werden auch Keeling Islands genannt) zählten die Wissenschaftler nicht weniger als 508.000 Einsiedlerkrebse, die durch den Müll umgekommen waren. Auf der auf Grund ihres artenreichen Ökosystems seit 1988 zum UNESCO-Welterbe zählender Henderson-Insel, die als Ort mit einer der größten Plastikmülldiche fanden die Wissenschaftler weitere 61.000 tote Einsiedlerkrebs, die in Plastikmüll verendeten.

Ein einziges Tier setzt so eine fatale Kettenreaktion in Gang: In größeren Behältnissen fanden die Wissenschaftler bis zu 500 tote Einsiedlerkrebse. „Das Problem ist sehr heimtückisch, weil ein einziges Tier ausreicht, um eine Kettenreaktion in Gang zu setzen“, wird Alex Bond vom Natural History Museum im „Guardian“ zitiert.

Kettenreaktion durch Verwesungsgeruch
Wie die Forscher herausfanden, gelingt es den Krebsen häufig nicht mehr aus den Plastikbehältern zu kriechen, wenn dessen Öffnung nach oben zeigt. Der Geruch der Tiere, die deshalb verenden, lockt Artgenossen an, weil das für sie ein Signal ist, dass eine Behausung freigeworden ist.

Henderson Island erlangte 2017 traurige Berühmtheit als Lavers berichtete, dass auf der entlegenen, unbewohnten Südseeinsel, Unmengen von Plastikmüll gefunden wurden. Bis zu 670 Plastikteile pro Quadratmeter bedecken dort die Strände - die größte gemessene Plastikmülldichte der Welt. Nicht viel besser sieht auf den zu Australien gehörenden Kokosinseln aus, die laut einer Studie der Forscherin mit geschätzten 414 Millionen Plastikabfällen übersät sind (siehe Video unten).

Bis 2050 mehr Müll als Fische in den Ozeanen
Laut einer bei der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos im Jänner 2016 vorgestellten Studie der Ellen-MacArthur-Stiftung gelangen Jahr für Jahr mindestens acht Millionen Tonnen Plastik in die Meere - das entspricht einer Lkw-Ladung Plastikmüll pro Minute. Bis 2050 werde mehr Plastikmüll in den Ozeanen der Welt schwimmen als Fische, so die düstere Prognose der Autoren der Studie.>

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1.1.2020: Plastiktüten in Österreich nun unter Verbot


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10.3.2020: Plastik im Meer mit Algenschicht+Mikroorganismen riecht für Schildkröten wie Nahrung:
Tödliche Falle: Die Anziehungskraft von stinkender Plastik auf Meeresschildkröten

Neue Forschungen zeigen, dass auf der im Ozean schwimmenden Plastik sich innerhalb einer Woche eine Schicht aus Algen und Mikroorganismen bildet – und die Plastik für Meeresschildkröten nach Nahrung riecht. Mehr»

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10.3.2020: Wurm kann Plastik fressen - der Wachswurm - ausgeschieden wird Glykol:
Winziger plastikessender Wurm unter wissenschaftliche Kontrolle gestellt
https://de.sputniknews.com/wissen/20200310326569881-winziger-plastikessender-wurm-unter-wissenschaftliche-kontrolle-gestellt/

<Die Fähigkeit der Würmer, sich von Polyethylen und Kotglykol zu ernähren, scheint auf den besonderen Bakterien zu beruhen, die in ihrem Darm leben.

Forscher von der Brandon University in Kanada haben Fortschritte beim Verständnis der Natur eines winzigen Wurms erzielt, der offenbar mit einer Plastikdiät überleben kann, berichtet Forbes.

Lösung für Verschmutzungsprobleme

Wie das Magazin betont, wurde die winzige Kreatur, bekannt als Wachswurm, bereits 2017 ins Rampenlicht gerückt, als Wissenschaftler postulierten, dass diese Wurmart, die normalerweise in Bienenstöcken lebt und Wachs frisst, die Antwort auf zumindest einige Aspekte sein könnte. Die Verschmutzungsprobleme, mit denen die Menschheit heutzutage konfrontiert ist, könnten durch die Fähigkeit des Wurms gelöst werden, Polyethylen zu essen - die Art von Kunststoff, die üblicherweise in Verpackungen wie Plastiktüten verwendet wird und bekanntermaßen nur langsam biologisch abgebaut wird.

Jetzt hat das Forscherteam festgestellt, dass etwa 60 Wachswürmer in weniger als einer Woche mehr als 30 Quadratzentimeter einer Plastiktüte auffressen konnten und dabei Glykol, „eine Form von Alkohol“, ausscheiden.

Dank Darmbakterien

Die Würmer sind offenbar in der Lage, solche Leistungen dank der besonderen Bakterien zu erbringen, die in ihrem Darm leben.

„Unsere Studie versucht herauszufinden, wie der Wachswurm und seine Darmbakterien zusammenarbeiten, um einen so effizienten Abbau von Kunststoff zu ermöglichen. Sobald wir dies herausgefunden haben, können wir die Informationen verwenden, um bessere Werkzeuge zu entwickeln, Kunststoffe aus unserer Umwelt zu entfernen", sagte Dr. Bryan Cassone, ein Mitautor der neuen Studie.

Er bemerkte jedoch, dass „die Plastikverschmutzungskrise viel zu groß ist, um diese Raupen einfach unbeachtet zu lassen", und wies darauf hin, dass die Würmer, die eigentlich die Larven einer größeren Wachsmotte sind, „unersättliche Wesen während der Larvenstadien“ sind. Die Motten selbst fressen nichts und kümmern sich nur um die Fortpflanzung.

"Synergie" weiter im Fokus

Nun versuchen Dr. Cassone und sein Kollege und Co-Autor der Studie, Dr. Christophe LeMoine, die Beziehung zwischen den Würmern und ihren Darmbakterien weiter zu untersuchen, um die „Synergie“ zwischen ihnen, die „den Plastikabbau beschleunigt“, besser zu verstehen, so LeMoine.

ek/mt>

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Osaka (Japan) 24.3.2020: Plastik aus Stärke+Zellulose ist biologisch abbaubar:
Japanische Forscher entwickelten kompostierbares Plastik

<Die Plastikmüllberge an den Stränden der Weltmeere haben eine rege Diskussion rund um die Verwendung von Plastik entbrennen lassen. Japanische Forscher entwickelten nun ein neues Verfahren für biologisch abbaubare Kunststoffe hoher Festigkeit.

Eine Gruppe von Forschern unter der Leitung von Professor Taka-Aki Asoh und Professor Hiroshi Uyama, von der „Graduate School of Engineering“ der Universität Osaka, hat in Zusammenarbeit mit „Nihon Shokuhin Kako Co.“ ein neues Verfahren für die Plastik-Produktion entwickelt.

Japanische Forscher entwickelten aus Stärke und Zellulose biologisch abbaubare Kunststoffe mit hoher Festigkeit und Wasserbeständigkeit. Ihr Anliegen ist, die Vermüllung der Weltmeere durch Plastik zu verringern.

Es wird erwartet, dass dieses Produkt nicht nur erheblich zur Verringerung der Menge des weltweit in den Meeren abgelagerten Plastikmülls beiträgt. Vielmehr soll diese Erfindung auch zu einem effizienteren und nachhaltigeren Materialkreislaufprozess sowie zur Reduzierung von Treibhausgasen führen.

Forschungs-Anfänge in Japan

Vor Jahren wurde dieses Konzept bereits in Japan entwickelt, wobei aktuell die Plastikarten PHBH (von Kaneka Corporation) und PBS (von Mitsubishi Chemical Corporation) erhältlich sind. Diese beiden Kunststoffe werden als sogenannte „aliphatisches Polyester“ eingestuft.

Im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen wie Polyethylen und Polypropylen gelten aliphatische Polyester als Kunststoffe minderer Qualität. Dieses Polyester ist weltweit nur in geringen Zahlen verfügbar. Ein Vergleich der Zahlen zeigt den Unterschied in der weltweiten Produktion: Es werden jährlich 10.000 Tonnen „alipathisches Polyester“ produziert. Dem gegenüber stehen pro Jahr 300 Millionen Tonnen von Polyethylen und Polypropylen.

Diese eingeschränkt eingesetzte Polyesterart ist derzeit noch mehr als doppelt so teuer wie herkömmliche Kunststoffe.

Biologisch abbaubares Plastik

Professor Taka-Aki Asoh, der das Forscherteam leitet, wird in einer Mitteilung der Universität Osaka wie folgt zitiert: „Da wir durch die Kombination der Materialien wie Stärke und Zellulose eine biologisch abbaubare Kunststoffplatte entwickeln konnten, da diese Materialien billig sind und der Herstellungsprozess einfach ist, können wir davon ausgehen, dass das entwickelte Material bald eingesetzt wird.“

Taka-Aki Asoh setzt große Hoffnungen in die Erfindung: „Wir haben große Erwartungen, dass unser Material dazu beitragen wird, das wachsende globale Problem der Ansammlung von Plastikmüll in den Meeren zu lösen.“ (cs)>

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Golem
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Uni Toulouse 9.4.2020: Das verbesserte Enzym LCC baut Plastik ab, wie es die Schutzschichten von Blättern zerstört:
Plastikmüll
: Verändertes Enzym recycelt Kunststoff
https://www.golem.de/news/plastikmuell-veraendertes-enzym-recycelt-kunststoff-2004-147825.html?fbclid=IwAR3THDjAooEbFHkcitEPcpIfdsIxq28EJc0VatsirGo-2hLsmKgCM4whLcQ

<Ein Enzym, das die Schutzschicht von Blättern kleinkriegt, wird auch mit Plastikflaschen fertig.

Tüten, Flaschen, Verpackungen: Plastik ist überall, die Entsorgung ist jedoch schwierig. Bei mechanischem Recycling nimmt die Qualität des Kunststoffs ab. Chemisches Recycling ist noch nicht sehr verbreitet. Das französische Unternehmen Carbios hat möglicherweise eine Lösung für das Problem gefunden: ein Enzym, das Plastik zersetzt.

Mit dem Enzym soll der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) recycelt werden. Das Enzym zerlegt das PET in seine beiden Bausteine Terephthalsäure und Ethylenglykol. Das Team um Alain Marty, wissenschaftlicher Leiter von Carbios, und Isabelle André von der Universität Toulouse zeigte, dass das Enzym in der Lage ist, 200 Gramm PET in 10 Stunden zu 90 Prozent abzubauen. Aus den beiden Bestandteilen konnten die Wissenschaftler dann neues PET erzeugen. Die daraus hergestellten Plastikflaschen seien genauso stabil wie die aus konventionellem PET, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Nature.

Das Enzym mit der Bezeichnung LCC (von Leaf-Branch Compost Cutinase) hatten japanische Forscher 2012 auf einem Komposthaufen entdeckt. Es bricht die wachsartige Schicht auf, die die Blätter vieler Pflanzen schützt. Allerdings arbeitete das originale Enzym nur sehr langsam und zerfiel nach wenigen Tagen bei 65 Grad Celsius. Das ist die Temperatur, bei der PET weich wird, was es dem Enzym erleichtert, in das Polymer hineinzugelangen.

Das Enzym LCC war schon vergessen

Zu Beginn ihres Projekts testeten Marty und André sehr viele Mikroorganismen, ob sie sich für ein biologisches Recycling von Kunststoffen eignen. Dabei stießen sie auch auf LCC. Das Enzym sei bereits in Vergessenheit geraten gewesen, sagte Marty der britischen Tageszeitung The Guardian. Es habe sich aber als das Beste erwiesen.

[Das verbesserte LCC: 10.000x effizienter, bis 72ºC stabil]

Das Team experimentierte dann mit Aminosäuren, um das Enzym zu verändern. Zum einen erreichten die Forscher, dass das Enzym auch bei 72 Grad stabil ist - die Temperatur, bei der PET schmilzt - und nicht wie das Original zerfällt. Zum anderen ist das veränderte Enzym 10.000 Mal effizienter.

Der Einsatz von LCC beim Recycling könnte einige Vorteile haben: So müssen die Plastikflaschen nicht sortiert werden: Für das mechanische Recycling muss Kunststoff nach Sorten sowie nach Farben getrennt werden. Das entfällt. Das Enzym ignoriere Farben und andere Kunststoffe, sagte John McGeehan der Fachzeitschrift Science. Er ist Leiter des Centre for Enzyme Innovation an der Universität von Portsmouth und war an dem Projekt nicht beteiligt. "Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne."

Carbios will das Enzym als Produkt auf den Markt bringen. Dazu kooperiert das Unternehmen mit dem dänischen Biotechnologieunternehmen Novozymes, das das Enzym mit Hilfe von Pilzen in großer Menge herstellen soll. "Wir sind das erste Unternehmen, das diese Technologie auf den Markt bringt", sagte Martin Stephan, stellvertretender Chef von Carbios, dem Guardian. "Unser Ziel ist es, bis 2024, 2025, im industriellen Maßstab einsatzbereit zu sein".>

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24.6.2020: Kr. EU will Mittel 2012 alles Einwegplastik verbieten - zur Müllvermeidung:
Das Aus für Einwegplastik naht – Verbot kommt Mitte 2021


<Imbissbuden ohne Plastik-Gabel, Partys ohne Plastik-Trinkhalme, der Kaffee auf die Hand ohne Plastik-Rührstäbchen: Das soll in der EU ab Sommer 2021 Alltag werden. Das Verbot ist in Brüssel längst besiegelt. An der Umsetzung in Deutschland gibt es aber Kritik.

Das Aus für Plastikbesteck, Plastik-Wattestäbchen und Einwegbecher aus Styropor rückt näher. Die Bundesregierung brachte am Mittwoch die Umsetzung des EU-Verbots auf den Weg. Umweltschützer und auch die kommunalen Müll-Entsorger fordern aber noch Nachbesserungen.

„Viele Einwegprodukte aus Kunststoff sind überflüssig und kein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen“, teilte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit. Viel zu oft endeten Kunststoffe zudem in der Umwelt oder den Meeren.

„Wenn die weltweite Vermüllung so weitergeht, haben wir 2050 mehr Plastik als Fisch in unseren Weltmeeren.“ Das Verbot werde zu besseren und umweltfreundlichen Produkten führen. „Vor allem Mehrweg ist aus Umweltsicht das Mittel der Wahl.“

Beschluss wurde bereits 2018 gefasst

Ende 2018 war in Brüssel der Beschluss gefallen, ab Sommer 2021 in der EU Einwegprodukte aus Kunststoff, für die es gute Alternativen gibt, zu verbieten.

Das betrifft Wattestäbchen, Plastikbesteck und -teller, Strohhalme, Rührstäbchen etwa für den Kaffee, Luftballonstäbe sowie Styroporbecher und -behälter für Essen zum Mitnehmen.

Außerdem gilt das Verbot für Produkte aus Kunststoffen, die durch eine Reaktion mit Sauerstoff – Oxidation genannt – in winzige Teile zerfallen.

Mehr Plastik-Müll in der Corona-Krise

In der Corona-Krise hatten Entsorger zuletzt insgesamt steigende Müllmengen gemeldet – aus Angst vor dem Virus wird demnach öfter auf Einweg-Artikel gesetzt. Ab 3. Juli 2021 soll es nun eine Ordnungswidrigkeit werden, etwa Plastikbesteck zu verkaufen.

Alternativen könnten in Zukunft etwa Holzgabeln an Imbissbuden sein oder bei Gartenpartys mehrfach verwendbare Trinkhalme aus Glas, stabilem Kunststoff oder anderen Materialien. Wattestäbchen gibt es in den Drogeriemärkten längst auch mit Stil aus Papier zu kaufen.

Deutsche Umwelthilfe will jede Art von Einweg verbieten

Die Produkte, die verboten werden, machten etwa ein Zehntel des Müll-Volumens auf Straßen und in öffentlichen Mülleimern der Kommunen aus, in Einzelfällen sogar bis zu einem Fünftel, sagte der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Patrick Hasenkamp.

Bei der Umsetzung der EU-Richtlinie liege der Teufel im Detail: Einweg-Plastik dürfe nicht einfach durch Einweg-Produkte aus anderem Material ersetzt oder Einweg-Produkte als „mehrfach verwendbar“ deklariert werden.

Die Deutsche Umwelthilfe ist nicht zufrieden. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) wolle nur Mindestanforderungen der EU realisieren, sagte Abfall-Experte Thomas Fischer der dpa. „Das ist ambitionslos und wird der Rolle Deutschlands als Zugpferd innerhalb der Europäischen Union nicht gerecht.“

Eine Ausweitung des Verbots auf alle Einweggetränkebecher und Essensboxen aus Kunststoff wäre ebenso notwendig wie eine verbindliche Mehrwegförderung und eine nachvollziehbare Abgrenzung von Einweg- und Mehrwegprodukten.

Plastiktütenverbot hat mit EU-Verordnung nichts am Hut

Das geplante Verbot von Plastiktüten an der Ladenkasse ist übrigens eine andere Baustelle und hat mit der EU-Verordnung nichts zu tun. Das Tüten-Verbot hatte das Kabinett schon Ende 2019 beschlossen – der Gesetzentwurf ist im parlamentarischen Verfahren und war schon Thema im Umweltausschuss des Bundestags.

Das EU-Verbot zielt auf Plastik-Artikel, die der Kommission zufolge besonders oft an den Stränden der Mitgliedsstaaten gefunden werden. Auch die deutschen Küsten sind nach Angaben des Umweltbundesamts verschmutzt.

Im vergangenen Jahr hatte die Behörde angegeben, an der Nordsee würden 390 Müllteile pro hundert Meter gefunden und an der Ostsee 70 – der Großteil davon aus Plastik. (dpa/nh)>

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1.7.2020: Bio-Kunststoff aus Japan - wieso hat das Europa nicht erfunden?
Neues Biomaterial hat Kunststoff ähnliche Eigenschaften, ist aber umweltfreundlich

Aufgrund seiner erstaunlichen Materialeigenschaften wie Flexibilität, Haltbarkeit und einfache Herstellung hat sich Kunststoff in praktisch allen Bereichen der Gesellschaft durchgesetzt und ist zu einem unverzichtbaren Material in fast allen Branchen geworden. Aber natürlich hat dieses wundersame Material unseren Planeten auch an den Rand einer unumkehrbaren Umweltkrise gebracht und die Wissenschaftler zu einem Wettlauf um umweltfreundlichere Alternativen angetrieben.

In Japan haben Forscher kürzlich kommerziell verfügbares Material auf den Markt gebracht, von dem sie hoffen, dass es ein Teil der Lösung sein kann, indem sie einen Biokunststoff eingeführt haben, der aus Pflanzeninhaltsstoffen hergestellt wird, die sich innerhalb von vier Jahren in der Umwelt abbauen können.

Das neue Biomaterial, das vom Informationstechnologie- und Elektronikgiganten NEC Corp. entwickelt wurde, bietet angeblich die gleiche Haltbarkeit wie herkömmlicher Kunststoff, ist aber wesentlich umweltfreundlicher. Es wird NeCycle genannt und besteht zu etwa 50 Prozent aus Zellulose, die aus nicht essbaren Pflanzen wie Holz und Stroh gewonnen wird, und kann wie herkömmliche Kunststoffe zum Spritzgießen verwendet werden.

Diese Eigenschaft bietet ihm die gleiche Leistung wie typischen Kunststoffen, aber es ist nicht auf fossile Brennstoffe angewiesen und baut sich in natürlichen Umgebungen wie dem Ozean und dem Boden innerhalb von vier Jahren biologisch ab.

NEC sagt, dass es jetzt einen Weg für die Massenproduktion von gefunden hat, den es in Pelletform oder als geformte Komponenten für alle Arten von Produkten anbieten will, einschließlich Automobilanwendungen und Büroautomatisierungsausrüstung.

New biomaterial has plastic-like properties but is eco-friendly

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<Im Atlantik befinden sich einer neuen Studie zufolge Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es zwölf bis 21 Millionen Tonnen des Abfalls.

Forscher des National Oceanography Centre (NOC) in Großbritannien berechneten die Häufigkeit von drei verschiedenen Plastiksorten, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Kunststoffabfalls ausmachten. Dafür nahmen sie an insgesamt zwölf Orten Proben aus drei unterschiedlichen Tiefen innerhalb der ersten 200 Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Sie fanden bis zu 7000 Mikroplastik-Partikel mit einer Größe von mindestens 0,0032 Zentimeter pro Kubikmeter Meerwasser.

Die Wissenschafter wollen mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für eine bessere Bewertung der ökologischen Schäden durch Mikroplastik legen. Bisher habe es wegen fehlender Messungen keine Möglichkeit für Wissenschaftler gegeben, die angenommene Menge von in den Ozean gelangten Kunststoff mit der im Wasser abzugleichen, sagte Studienleiterin Katsiaryna Pabortsava. „Unsere Forschung ist die erste, die dies über den gesamten Atlantik von Großbritannien bis zu den Falklandinseln durchgeführt hat."

Mikroplastik auch in Schnee, Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen
Winzige Partikel wurden unter anderem bereits in Schnee, Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen. Brisant: Auch in der entlegenen Antarktis wurden die schädlichen Kunststoffteilchen 2020 erstmals nachgewiesen. In Österreichs Hohen Tauern wird Mikroplastik erforscht.

Alleine in den USA verursache jeder der rund 330 Millionen Einwohner jeden Tag rund 340 Gramm Plastikmüll. Dieser landet teilweise in der Natur und zerfällt dort langsam in immer kleinere Bestandteile. Die Mikroplastik-Partikel gelangen in Flüsse und Seen, das Meer, die Böden und auch die Atmosphäre. Ein Teil der Partikel sei über die Atmosphäre etwa bei Regen eingetragen worden - sie seien so klein, dass sie selbst über Kontinente hinweg transportiert würden.>

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Erstmals haben Forscher Mikroplastik in
                          den menschlichen Organen nachgewiesen. Es
                          gelangt durch die Luft, die wir atmen, unsere
                          Nahrung und das Wasser, das wir trinken, in
                          die Körper. Die folgenden Zahlen sind
                          erschreckend: 2000 Plastikteilchen pro
                          Woche oder rund fünf Gramm Plastik nimmt
                          der Mensch ein.19.8.2020: Plastik auch in Organen und Gewebe von Lunge, Leber, Milz und Nieren:
Folgen offen: Erstmals Mikroplastik in menschlichen Organen gefunden
https://www.20min.ch/story/erstmals-mikroplastik-in-menschlichen-organen-gefunden-176822741546

<Mikroplastik ist in der Luft, im Wasser und in den Tieren, die wir essen. Nun wurden die winzigen Plastikpartikel zum ersten Mal im Menschen nachgewiesen – in seinem Innnersten.

  • Mikroplastik gelangt nicht nur in unseren Körper, es reichert sich da auch an.
  • Das berichten Forscher an einer Tagung.
  • Die Folgen für den menschlichen Organismus sind offen.
  • Die Wissenschaftler fordern, weniger Plastik herzustellen und zu nutzen.

Dass der Mikroplastikkelch nicht an den Menschen selbst vorübergehen wird, ist spätestens seit dem Jahr 2018 klar. Damals zeigten Forscher aus Wien, dass Mikroplastik auch in menschlichen Stuhlproben zu finden ist. Allerdings war unklar, ob diese Plastikteilchen, von denen wir im Jahr etwa 250 Gramm zu uns nehmen, einfach nur in den Darm aufgenommen und gleich wieder ausgeschieden werden oder sich in uns anreichern.

Ebenfalls bis heute ungeklärt ist, wie die Kunststoffpartikel auf die menschliche Gesundheit wirken. Sicher ist mittlerweile aber, das berichteten US-Forscher unlängst am diesjährigen Herbst-Meeting der American Chemical Society, dass die nur wenige Mikrometer kleinen Partikel bereits tief in unsere Organe und Gewebe eingedrungen sind.

Plastikpartikel und Weichmacher

Das Team um Charles Rolsky von der Arizona State University war bei 47 Proben, die sie auf die wenigen Mikrometer grossen Partikel untersucht hatte, fündig geworden – und zwar von Organen, die eine wichtige Filterfunktion haben: Lunge, Leber, Milz und Niere.

Auch den umstrittenen Weichmacher Bisphenol A (BPA, siehe Box) konnten sie in allen vier Organen und bei allen Proben nachweisen.

Bisphenol A und seine Nebenwirkungen

Gemäss verschiedenen Studien reichen schon kleinste Mengen aus, um Nerven zu schädigen oder Krebs auszulösen. Auch hormonverändernd soll es sein und den Blutdruck steigen lassen. Weiter soll es Erektionsstörungen und Herzprobleme verursachen und den Zahnschmelz schwächen. Tests mit Ratten deuten zudem darauf hin, dass BPA Allergien auslösen kann. Deshalb hat beispielsweise die EU dessen Verwendung in Babyflaschen und Schnullern verboten. Die Schweiz hingegen wartet noch ab.

Harmlos oder ernsthafte Gesundheitsgefahr?

Das Eindringen der winzigen Partikel besorgt die Wissenschaftler. Gegenüber Spektrum.de sagte Rolskys Kollege Varun Kelkar: «Ich möchte nicht alarmistisch sein, aber es ist schon besorgniserregend, dass sich diese nicht biologisch abbaubaren Partikel auch in menschlichem Gewebe einlagern und dort anreichern.» Zum jetzigen Zeitpunkt könne noch niemand sagen, ob das Plastik in unserem Körper harmlos sei oder eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstelle. Letzteres sei angesichts der weiter steigenden Produktion von Plastik keine schöne Vorstellung.

Entsprechend fordern sie die Menschen dazu auf, weniger Kunststoff zu verwenden, schreibt Deutschlandfunk.de. Von der Industrie fordern sie, mehr alternative Stoffe einzusetzen. Und zwar solche, die abbaubar sind und weniger schädliche Zusatzstoffe enthalten.>

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Deutschland 20.8.2020: Das Verursacherprinzip für Plastik? Neue Idee:
Hersteller sollen für Plastikmüllentsorgung zahlen

<Hersteller von Wegwerfartikeln sollen kräftiger zur Kasse gebeten werden, aber wie dies im Detail geschehen soll, muss noch geklärt werden.

Einwegbecher, Tüten, Zigarettenstummel – Plastik- und Verpackungsmüll machen einer Untersuchung zufolge mehr als 40 Prozent des Straßenkehrichts aus und verursachen Entsorgungskosten in Millionenhöhe.

Wie in der Studie des Bundesumweltministeriums und des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) berechnet wird, beläuft sich allein die Entsorgung von Einwegplastik und Zigarettenresten auf Kosten von 700 Millionen Euro im Jahr.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) möchte diese Kosten künftig anders verteilen, wie sie bei der Vorstellung der Untersuchung am Donnerstag in Berlin sagte: „Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger entlasten und die Einwegplastikhersteller stärker zur Kasse bitten. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“

Wie viel Produzenten genau zahlen sollten und wie das Geld eingesammelt werden solle, könne sie im Detail noch nicht sagen, so Schulze. Die Studie sei eine erste Grundlage, um hierzu ins Gespräch zu kommen. Ob die Gebühren für die Müllentsorgung dann aber wirklich gesenkt werden, ist unklar.

VKU-Präsident Michael Ebling sagte dazu: „Wir sind Kommunale und Kommunale denken und handeln dezentral.“ Demnach kann es sein, dass mancherorts Gebühren für die Müllentsorgung gesenkt und andernorts in die Ausweitung oder Verbesserung der Reinigungsmaßnahmen investiert werden wird.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt den Vorstoß. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte in „SWR Aktuell“: „Wir haben immer mehr Wegwerfartikel, in manchen Städten eine regelrechte Müllflut in Parks und auf öffentlichen Straßen.“ Der Ansatz, dass Hersteller sich an den Entsorgungskosten beteiligen sollen, sei richtig. Dass der Verursacher spätere Beseitigungskosten zu tragen habe, sei in allen Bereichen Grundsatz. (dpa)>


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https://www.krone.at/2216335

<Schwimmende Barrieren, die Plastik sammeln, können nach einer neuen Studie nur einen kleinen Beitrag zur Reinigung der Weltmeere leisten. „Technologien, wie vom Projekt Ocean Cleanup vorgeschlagen, werden uns nicht dabei helfen, das Plastikproblem zu lösen“, meint Agostino Merico vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen.

„Wir müssen dringend überdenken, wie wir Plastik produzieren, konsumieren und entsorgen und wie wir nachhaltige Alternativen vorantreiben können“, so der Mitautor der Studie, die jüngst in der Zeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlicht wurde.

Fische fressen Plastik, Menschen essen Fische
Plastik im Meer bedroht das Ökosystem. Meeresbewohner fressen oder verschlucken Kunststoffteile mit oft tödlichen Folgen. Bei der Zersetzung des Plastiks können giftige und hormonell wirksame Stoffe in die Meeresumwelt gelangen und schließlich auch von Menschen aufgenommen werden.

Mehrere private Initiativen setzen sich dafür ein, Müll aus den Meeren zu holen. Die niederländische gemeinnützige Organisation „The Ocean Cleanup“ sammelt etwa mit einer Abfangvorrichtung Plastikmüll im Pazifik. Der Studie zufolge sind solche Initiativen bewundernswert und nützlich, lösen das große Problem der Weltmeere aber nicht.

Fast 400.000 Tonnen Plastik an Wasseroberfläche
Die Wissenschaftler schätzen, dass derzeit 399.000 Tonnen Plastik an der Wasseroberfläche der Ozeane schwimmen. Die gesamte Menge an Kunststoffmüll im Meer - also auch in tieferen Schichten - beläuft sich nach Angaben von Umweltorganisationen auf viele Millionen Tonnen.

Doch es wird noch schlimmer: Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Plastikmenge an der Meeresoberfläche bis zum Jahr 2052 auf mehr als das Doppelte der heutigen Menge ansteigt.

Zitat Icon

Angesichts der riesigen Mengen an Plastikmüll, die fortwährend die Ozeane verschmutzen, ist das ein eher geringer Beitrag.

Sönke Hohn, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Müllsammler können nur geringen Beitrag leisten
Mit mathematischen Modellen untersuchten die Forscher die Auswirkungen von 200 schwimmenden Barrieren, die Plastik sammeln, um es später an Land zu recyceln oder zu verbrennen.

Nach dem Szenario könnten die Vorrichtungen über einen Zeitraum von 130 Jahren etwas mehr als fünf Prozent der geschätzten globalen Gesamtmenge aus den Meeren holen. „Angesichts der riesigen Mengen an Plastikmüll, die fortwährend die Ozeane verschmutzen, ist das ein eher geringer Beitrag“, so der Mitautor der Studie, Sönke Hohn vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen.

Müll aus dem Meer ist schwer zu recyceln
Die Wissenschaftler befürchten zudem, dass Technologien wie schwimmende Müllschlucker eine Rechtfertigung für eine weitere Verschmutzung der Umwelt liefern könnten. Sie verweisen darauf, dass der im Meer gesammelte Müll schwer zu recyceln ist, weil er vielfältig und oft mit Mikroorganismen bewachsen sei.

Zitat Icon

Es gibt nur eine Lösung: Wir müssen die Produktion von Kunststoffen einstellen und alternative, nachhaltigere Lösungen wie die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien fördern.

Agostino Merico, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Der Aufwand für eine Sortierung ist demnach sehr hoch. Verbrennen oder Vergraben sei aus ökologischen Gründen unpraktisch, denn so könnte der Boden verunreinigt werden oder CO2 in die Atmosphäre gelangen. „Es gibt nur eine Lösung: Wir müssen die Produktion von Kunststoffen einstellen und alternative, nachhaltigere Lösungen wie die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien fördern“, sagte Merico.

An der Studie beteiligten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung, der Jacobs University, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, der University of Exeter in England und der Organisation „Making Oceans Plastic Free“.>

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Honduras 24.9.2020: Plastikschaden provoziert neues Wort: Der "Müll-Tsunami":
Massiver „Müll-Tsunami“ trifft Honduras-Küste – Video


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13.10.2020: Trump ist immer noch ein Fracking-Fan und Umweltzerstörer:
Internationale Forscher: Plastikflut in Gewässern wird steigen – auch durch Fracking in den USA

https://deutsch.rt.com/international/107020-internationale-forscher-plastikfluten-in-gewaessern/

<Kunststoffmüll belastet mittlerweile nahezu alle Gewässer. Millionen Tiere verenden daran elendig, während immer mehr Partikel auch in menschliche Körper gelangen. Forscher berechnen, was Gegenmaßnahmen bewirken könnten. Der Blick auf US-Fracking zeigt eher düstere Aussichten.

"Ich hätte gern eine Tüte." – "Die ist bereits im Fisch", lautet die sarkastische, aber leider nicht sehr realitätsferne Antwort einer Kassiererin in einem Comic. Wie haben die Menschen nur jemals ohne Kunststoffe leben können? Heutzutage scheint es auch hierzulande jedenfalls kaum möglich, ein Stück Obst ohne Plastikumhüllung einzukaufen. Fakt ist, dass sich das Problem in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren dramatisch verschärft hat. Die Vermüllung vor allem mit Kunststoffabfällen betrifft nahezu jedes Meeres- und Süßwasser-Ökosystem weltweit und ist mittlerweile eine planetarische Bedrohung.

[...]

Die Studie nennt die düstere Prognose der Forscher bereits im Titel: "Vorhergesagtes Wachstum des Kunststoffabfalls übersteigt die Bemühungen zur Eindämmung der Kunststoffverschmutzung". Die eher pessimistische Aussicht der Ökologen gründet sich zum einen auf dem Mangel an transnationalen Regulierungen sowie auf der realen Bevölkerungsdynamik, andererseits auch auf dem Fracking-Boom in den USA: In die laut konservativen Stimmen und Verfechtern des Fracking-Booms zukunftsträchtige petrochemische Industrie der USA sollen mehr als 200 Milliarden US-Dollar investiert werden, womit den Ökologen zufolge auch dadurch die weltweite Produktion an Rohplastik noch einmal erheblich angekurbelt wird.

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www.naturheilt.com von René Gräber

14.10.2020: Die Meere werden mit Plastik verseucht - die Fische auch - die Menschen auch - es ist überall:
Newsletter: Ein Heilmittel für so ziemlich alle Krankheiten?
von Naturheilarzt René Graeber - info@naturheilt.com

<Beispiel zu Ernährung und Entgiftung:

Ich las eine neuere Studie zur Belastung von Meerestieren mit Plastik. Das Resultat war erschreckend, weil keine einzige Probe frei von Kunststoffen war. Die Menge des Plastiks und die Art der Kunststoffe unterschied sich allerdings zwischen den 5 untersuchten Spezies. Am höchsten war die Verseuchung in Sardinen mit 0,3 Milligramm pro Gramm Frischgewicht:

https://www.gesund-heilfasten.de/blog/meerestieren-plastikverseucht/

Und natürlich essen wir das alles mit und so werden unsere Körper selbst zu Plastik. Ich hatte letztes Jahr erst ausführlich darüber berichtet:

https://www.yamedo.de/blog/unsere-koerper-werden-zu-plastik/>

https://www.krone.at/2256936

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28.10.2020: Plastik Plastik über alles - auch im Mittelmeer:
500 Frachtcontainer pro Tag: Mittelmeer versinkt im Plastikmüll – Studie


Kr. NWO-Firmen 2.12.2020: Die Hauptkriminellen wegen Plastik: CocaCola, Pepsi und Nestlé:
Abfall in der Natur: Das sind die grössten Plastikverschmutzer der Welt

https://www.20min.ch/story/das-sind-die-groessten-plastikverschmutzer-der-welt-853526073399

<Greenpeace hat untersucht, von welchen Herstellern am meisten Plastik in der Umwelt landet. Grosskonzerne wie Coca-Cola und Nestlé müssten radikal umdenken, so die Organisation.


  • Viele Plastikverpackungen landen nicht im Recycling, sondern in der Natur.

  • Verpackungen von Coca-Cola, Pepsi und Nestlé findet man besonders oft.

  • Die Unternehmen arbeiten an umweltfreundlicheren Lösungen.

  • Umweltschützer erwarten allerdings mehr von den Konzernen.

Flaschen, Folien, Zigarettenstummel: 346’494 Abfallstücke aus Plastik hat Greenpeace dieses Jahr in 55 verschiedenen Ländern eingesammelt. Die Umweltschutzorganisation hat geprüft, von welchen Herstellern der im Freien gefundene Müll stammt. Zu den weltweit grössten Verschmutzern gehören Coca-Cola, Pepsi und Nestlé, gefolgt von Knorr-Mutterkonzern Unilever und Toblerone-Hersteller Mondelez. Welche Firmen ebenfalls auf der Liste stehen, siehst du im Video oben.

Die im Bericht genannten Konzerne sind die weltweit grössten Verpackungsverbraucher: Im Jahr 2019 produzierte Coca-Cola fast 3’000’000 Tonnen Plastikverpackungen. Bei Pepsi waren es 2’300’000 Tonnen, bei Nestlé 1’500’000 Tonnen. «Diese Firmen haben die grösste Verantwortung», sagt Zero-Waste-Experte Matthias Wüthrich von Greenpeace zu 20 Minuten. Schliesslich setzten sie die Verpackungen in Umlauf, ohne für die Folgeschäden aufkommen zu müssen.

Dass letztlich die Konsumenten – nicht die Hersteller – die Abfälle in der Umwelt liegen lassen, lässt Wüthrich nicht als Entschuldigung gelten: «Die Konzerne verdienen Geld daran – also sind sie dafür verantwortlich, ein System zu entwickeln, das keine solchen Folgeschäden verursachen kann.»

Es sei also auch Aufgabe der Konzerne, den Konsumenten das Wegwerfen abzugewöhnen: «Die Unternehmen sollten auf wiederverwendbare Behälter setzen, die einen Wert haben – damit man nicht motiviert ist, die einfach wegzuwerfen.»

Papierflasche statt Plastik

Bei Coca-Cola heisst es, man teile das Ziel von Greenpeace, den Abfall aus der Umwelt zu beseitigen. «Wir glauben aber auch, dass alle Verpackungsmaterialien Vorteile haben und in wertvolle Ressourcen zur Wiederverwendung umgewandelt werden können», sagt Sprecher Matthias Schneider zu 20 Minuten. Das gelte auch für PET – darum brauche es eine noch bessere Sammlung.

Schneider weist darauf hin, dass man «mit Hochdruck» an umweltfreundlicheren Verpackungen arbeite und laufend neue Lösungen entwickle. Im Oktober präsentierte der Konzern etwa eine Papierflasche. Sie besteht derzeit zwar noch nicht komplett aus Papier, Coca-Cola arbeite derzeit aber daran, die letzten Plastikteile aus dem Prototyp zu entfernen.

Forschungsinstitut für Verpackungen

Auch Nestlé hat sich hohe Nachhaltigkeitsziele gesteckt: Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern will, dass 2025 keine der eigenen Verpackungen mehr in der Umwelt landen. Vor rund einem Jahr hat das Unternehmen sein Forschungsinstitut für Verpackungen in Lausanne eröffnet.

Bei bestimmten Produkten setzt der Konzern zudem bereits heute auf Papierverpackungen. In der Schweiz werden zudem bei Kaffee und Heimtiernahrung Systeme mit wiederverwendbaren Behältern getestet. Des Weiteren bestünden seit Anfang 2020 alle Henniez-PET-Flaschen zu 75 Prozent aus rezykliertem PET, sagt Sprecherin Inge Gratzer.

Trotz der Beteuerungen der Firmen zeigt ein Bericht der Ellen MacArthur Foundation allerdings, dass die Anteile an wiederverwendbaren Plastikverpackungen am Gesamtvolumen bei den grossen Konzernen sehr klein sind:

  • Coca-Cola: 3 Prozent (von 2’981’421 Tonnen Plastikverpackungen)

  • Pepsi: 0 Prozent (von 2’300’000 Tonnen Plastikverpackungen)

  • Nestlé: 1 Prozent (von 1’524’000 Tonnen Plastikverpackungen)

«Die umweltschädlichsten Unternehmen der Welt behaupten, intensiv an Lösungen für die Plastikverschmutzung zu arbeiten. Doch in Wirklichkeit entsorgen sie weiterhin eine riesige Menge schädlicher Kunststoffverpackungen in der Umwelt», sagt Emma Priestland von der Bewegung Break Free from Plastic. Sie fordert, dass die Produktion von Kunststoffen eingestellt wird und standardisierte Vertriebssysteme eingerichtet werden, die auf Wiederverwendung basieren.>


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https://de.rt.com/international/110687-umweltorganisation-oceana-amazon-ist-groesster-meeresverschmutzer/

<Die Gewinne von Amazon steigen in der Corona-Krise – gleichzeitig steigt auch die Menge an Verpackungsmüll. Eine Umweltorganisation schlägt Alarm: Amazon ist schon jetzt einer der größten Meeresverschmutzer. Seine Plastikfolien gefährden zahlreiche Meeresbewohner.

Über 10.000 Tonnen an Kunststoffmüll, verursacht durch Amazon, gelangten 2019 weltweit in die Meere und Süßwassersysteme – "das entspricht einer Lieferwagenladung alle 70 Minuten". Diese Zahlen veröffentlichte die Umweltorganisation Oceana am 15. Dezember in einer Studie mit dem Titel "Amazons Kunststoffproblem aufgedeckt" ("Amazon's Plastic Problem Revealed").

Der Studie zufolge habe Amazon im Jahr 2019 etwa 211.000 Tonnen Kunststoffverpackungsabfall erzeugt. Der Müll bestehe "aus Luftkissen, Luftpolsterfolie und anderen Plastikverpackungen" der insgesamt "etwa 7 Milliarden Amazon-Pakete", die 2019 weltweit verschickt wurden. Der Plastikmüll würde ausreichen, um "in Form von Luftkissen die Erde mehr als 500 Mal" zu umschließen.

Matt Littlejohn, Vizepräsident von Oceana äußert sich besorgt:

"Die Menge an Amazon-Plastikabfall ist erschreckend und wächst mit beängstigender Geschwindigkeit... Unsere Studie ergab, dass die Plastikverpackungen größtenteils nicht beim Recycling, sondern auf Mülldeponien enden, verbrannt werden oder die Umwelt verschmutzen. Plastik gelangt unter anderem in die Wasserwege und Ozeane, wo es Fischen und Meerestieren schadet."

Nach Oceana sei Kunststoff "eine Hauptquelle von Umweltverschmutzung und schadet den Weltmeeren". Besonders dramatisch ist die Lage für die Lebewesen am und im Meer. Nach aktuellen Studien haben 90 Prozent aller Seevögel und 52 Prozent aller Meeresschildkröten Plastik im Magen. Die von Amazon verwendeten Kunststoffartikel werden besonders häufig von Meeresschildkröten und anderen Meerestieren für Nahrung gehalten und deswegen verschluckt. Besonders häufig sind das vom Aussterben bedrohte Tierarten.

Die Umweltorganisation gibt an, dass nur neun Prozent "aller jemals produzierten Kunststoffe recycelt wurden". Dagegen landeten 91 Prozent in Deponien, wurden verbrannt oder verschmutzten die Umwelt – "einschließlich der Ozeane". Von Amazon verwendete Plastikfolien seien – trotz anderslautender Angaben des Unternehmens – nicht recycelbar: "Die meisten kommunalen Recyclingprogramme in den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien akzeptieren diese Art von Kunststoff nicht".

Anne Schroeer, Direktorin des Global Strategic Initiative Teams von Oceana, macht deutlich:

"Amazon-Plastik-Verpackungen können in den Ozeanen landen, denn sie werden in den meisten Märkten, die Amazon bedient, so gut wie nie recycelt. Nur eine Plastiktüte kann schon zum Tod einer Meeresschildkröte führen. Amazon sollte jetzt das tun, was es am besten kann: Das Undenkbare denken, erfinden und entwickeln, reduzieren und wiederverwenden – um aus Plastik auszusteigen".

Das US-Unternehmen Amazon wehrt sich gegen die Anschuldigungen und erklärte in einer Mitteilung, dass die Berechnungen von Oceana "drastisch falsch berechnet" seien und zu hoch ausfallen.

Bei tagesschau.de nimmt der Meeresbiologe Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven zu den Statements von Amazon und Oceana Stellung. Er hält die Berechnungen von Oceana für nachvollziehbar. Zudem gebe es mehrere Studien der vergangenen Jahre, die belegten, dass "die Menge des gesamten Mülls in den Meeren nahezu exponentiell wächst": "Wir haben die Mengen des anfallenden Mülls nicht ausreichend unter Kontrolle".

Für Amazon steigen die Gewinne

Rasant steigen auch die Gewinne von Amazon an – insbesondere seit Beginn des Jahres 2020. Der Trend zum Online-Einkauf in der Corona-Krise beschert dem US-Konzern die höchsten Gewinne seiner Geschichte.

Im dritten Quartal des Jahres 2020 stiegen die Umsätze von Amazon im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn verdreifachte sich dabei auf einen Rekordwert von 6,3 Milliarden US-Dollar. Und für das vierte Quartal 2020 rechnet das Unternehmen mit einem neuerlichen Rekordwert von sogar bis zu 120 Milliarden US-Dollar an Umsatz.

Der Amazon-Chef Jeff Bezos gilt mittlerweile als der reichste Mensch der Welt – mit einem geschätzten Vermögen von 121 Milliarde US-Dollar, das sind 16 Milliarden US-Dollar mehr als Bill Gates besitzt.

Mit den gesteigerten Amazon-Umsätzen – basierend auch auf gesteigerten Zahlen von Paketsendungen – steigt proportional auch die Menge des Verpackungsmülls. Die Zahlen für 2020 dürften die für 2019 genannten noch weit übersteigen.

Umweltschutzforderungen an Amazon

Eine Umfrage der Umweltorganisation Oceana bei mehr als 5.000 Amazon-Kunden in Großbritannien, Kanada und den USA ergab, dass 86 Prozent der Kunden durchaus über die Kunststoffverschmutzung und deren Auswirkung auf die Ozeane besorgt waren. 92 Prozent waren verärgert, dass sich von Amazon verwendete Plastikfolien nicht recyceln lassen. 87 Prozent forderten, dass Amazon plastikfreie Verpackungen verwenden solle.

Die realen Möglichkeiten zur Veränderung der Verpackungsmethoden hat Amazon bereits notgedrungen selbst demonstriert. Nachdem in Indien ein Gesetz zur Bekämpfung von Plastikverschmutzung verabschiedet wurde, hat Amazon dort Einweg-Plastikverpackungen gestrichen. Alternativ habe das Unternehmen zudem auch "einen papierbasierten, leichten, gefütterten Briefumschlag aus Papier eingeführt". Dennoch weigert sich das Unternehmen aber bislang, diese Standards weltweit einzuführen.

Oceana fordert daher Amazon auf, Verantwortung "für einen Plastik-Fußabdruck und die Umweltauswirkungen" zu übernehmen. Als Sofortmaßnahme sollte den Amazon-Kunden eine "plastikfreie Option" der Verpackung angeboten werden. Perspektivisch gehe es darum, "Plastikverpackungen zu eliminieren, wie es bereits in Indien geschehen ist".

"Amazon sollte Produkte in wiederverwendbaren Behältern liefern und Management-Richtlinien einführen, die Plastikverschmutzung reduzieren, anstatt leere Behauptungen über die 'Recyclingfähigkeit' aufzustellen."

Oceana ist nach eigenen Angaben "die größte internationale Umweltschutz-Organisation, die sich ausschließlich dem Schutz der Meere widmet". Sie widmet sich "der Wiederherstellung von Biodiversität und Artenreichtum in den Meeren und fördert eine wissenschaftlich fundierte Politik in den Ländern, die ein Drittel des weltweiten Wildfischfangs kontrollieren".>

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ETH Lausanne 26.10.2021: Mikroplastik kann Schadstoffe aufnehmen und in Fischmägen abgeben
https://www.swissinfo.ch/ger/alle-news-in-kuerze/mikroplastik-kann-schadstoffe-aufnehmen-und-in-fischmaegen-abgeben/47058862

(Keystone-SDA)

Dass Mikroplastik wasserunlösliche Schadstoffe aufnehmen kann, war bekannt. Nun haben Forscher der ETH Lausanne (EPFL) nachgewiesen, dass diese Schadstoffe im Verdauungssystem von Fischen herausgelöst werden und möglicherweise in die Nahrungsmittelkette gelangen.

Die EPFL-Forscher nahmen speziell Progesteron ins Visier. Es gilt als sogenannter endokriner Disruptor. Das sind hormonaktive Substanzen, die im Körper bereits in geringsten Mengen durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können. Endokrine Disruptoren kommen hauptsächlich in synthetisch hergestellten Materialien wie Pestiziden, Lösungsmitteln, Babyprodukten und Kunststoffen vor.

Das im Mikroplastik enthaltene Progesteron wird durch chemische Reaktionen mit den Verdauungsflüssigkeiten der Fische in den Verdauungstrakt freigesetzt. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler der EPFL, der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), der Peking University in Peking und der Oklahoma State University gemeinsam durchgeführt haben und die in der Zeitschrift "Environmental Science: Processes & Impacts" veröffentlicht wurde.

"Unsere Studie zeigt, dass Mikroplastik ein zusätzlicher Vektor für die Exposition von Fischen gegenüber Mikroverunreinigungen wie Progesteron, einem Steroidhormon, das in der Umwelt vorkommt, ist", sagt Florian Breider, Leiter des Zentralen Umweltlabors der EPFL und Mitautor der Studie. "Noch weiss niemand, ob die Mikroverunreinigungen die Darmwände durchdringen und sich auf den Rest des Fisches ausbreiten".

*Fachpublikationslink https://doi.org/10.1039/D1EM00226K

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: US-Start-Up entwickelt kompostierbares Plastik aus Seegras

https://www.nau.ch/news/amerika/ami-start-up-entwickelt-einwegplastik-aus-seegras-66045029

Ein kalifornisches Start-Up entwickelt ein Plastikmaterial aus Seegras. Das Produkt soll umweltfreundlicher als herkömmliches Plastik sein.
  • Ein US-Start-Up stellt Plastik aus Meeresalgen her.
  • Das Plastik soll kompostierbar sein.
  • Für das Produkt wurde das Unternehmen für den Ocean Innovation Prize nominiert.

Plastik hat viele Vorteile, aber auch einen grossen Nachteil: Das meist aus fossilen Brennstoffen hergestellte Material baut sich kaum ab und sorgt darum für eine grosse Umweltverschmutzung. Insbesondere die Weltmeere werden dadurch enorm belastet.

Das Start-Up «Sway» aus Kalifornien entwickelt nun ein neuartiges Plastik, wie «Designtaxi» berichtet. Das Produkt aus Meeresalgen soll umweltfreundlicher als herkömmliches Plastik sein. Denn laut dem US-Unternehmen kann das Meeresalgen-Plastik einfach auf dem Kompost im Garten entsorgt werden.

Und zudem hilft es gleichzeitig, das Ökosystem der Meere zu regenerieren. Eine Meeresalgenfarm kann gemäss dem Start-Up das Zwanzigfache an CO2 speichern wie eine gleiche Fläche an Wald. Grund ist, dass Seegras ein schnell wachsender Rohstoff ist. Gemäss Sway wachsen die Algen 60 Mal schneller als vergleichbare Pflanzen auf herkömmlichen Äckern.

Zudem ist der Anbau von Meeresalgen kostengünstig und erfordert keine Pestizide oder Düngemittel.

Das Start-Up wurde erst kürzlich, anlässlich des Weltklimagipfels in Glasgow, als Halbfinalist des Ocean Innovation Prize nominiert.


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Plastikschaden weltweit 25.4.2022: Nanoplastik im Baum:
Über die Wurzel reichern Bäume Nanoplastik in ihrem Gewebe an

Langlebiges Nanoplastik reichert sich nicht nur in den Meeren, auf Gletschern und in Böden an, sondern kontaminiert wohl auch Waldökosysteme.

https://www.swissinfo.ch/ger/ueber-die-wurzel-reichern-baeume-nanoplastik-in-ihrem-gewebe-an/47542120

(Keystone-SDA)

Langlebiges Nanoplastik reichert sich nicht nur in den Meeren, auf Gletschern und in Böden an, sondern kontaminiert wohl auch Waldökosysteme. Darauf deutet eine Studie im Fachblatt "iForest" hin.

Die Laborstudie von Forschenden der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigt, dass Waldbäume in ihren Wurzeln Nanoplastikteilchen ansammeln und von dort bis in die obersten Pflanzenteile transportieren.

Die aufgenommenen Mengen seien zwar sehr gering, sagte Studienleiter Arthur Gessler gemäss einer Mitteilung der WSL vom Montag. "Aber wenn Bäume diesen Konzentrationen über Jahre ausgesetzt sind, ist auf jeden Fall mit einem deutlichem Transport und folglich Anreicherungen in den Blättern, dem Stamm und den Ästen zu rechnen."

Nach einer Schätzung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) gelangen pro Jahr rund 14'000 Tonnen Kunststoffe in Schweizer Böden und Gewässer. Hauptverantwortlich sind dafür der Reifenabrieb und das Littering. Plastik zersetzt sich in der Umwelt in immer kleinere Teile in Mikro- und Nanoplastik.

Nanoplastik im Birkenstamm

Erstmals untersuchte das Team der WSL, wie Waldbäume mit den kleinsten Plastikteilchen umgehen. Dafür markierten sie die Partikel mit einem schweren Kohlenstoffisotop, um den Weg der wässrigen Nanoplastik-Lösung in Setzlingen von Birken, Fichten und Traubeneichen zu verfolgen.

Nach einem bis vier Tagen konnten sie das Kohlenstoffisotop im Pflanzengewebe nachweisen. Nicht nur in den untersten Wurzeln, die direkt mit der wässrigen Lösung in Kontakt waren, sondern auch in den höher gelegenen Wurzeln und den Blättern reicherten sich geringe Mengen Nanoplastik an. Bei der besonders durstigen Birke hätten sich zudem signifikante Mengen Nanoplastik im Stamm abgelagert, so die Forschenden.

In weiteren Experimenten möchten sie nun untersuchten, ob das Nanoplastik die Photosynthese stört und so die Energie- und Zuckerversorgung der Pflanzen beeinträchtigt.




Neue Studie 18.1.2023: Wir essen 1 Kreditkarte pro Woche Mikroplastik:
Wir essen wöchentlich Mikroplastik vom Äquivalent einer Kreditkarte

https://transition-news.org/wir-essen-wochentlich-mikroplastik-vom-aquivalent-einer-kreditkarte

Ackerböden sind mit Plastikpartikeln verseucht, die in die Nahrung gelangen und gesundheitliche Schäden verursachen können. Die Behörden handeln zögerlich. «Transition News» konfrontierte das Schweizer Bundesamt für Umwelt.

Veröffentlicht am 18. Januar 2023 von KD.

Der gesamte Planet ist mittlerweile damit verseucht, vom Gipfel des Mount Everest bis in die tiefsten Ozeane, wie The Guardian letztes Jahr feststellte. Im Wasser, in der Luft und in Böden wurde es entdeckt: Die Rede ist von Mikroplastik. Es entsteht aus dem Zerfall von Kunstoffen, welche in der Umwelt aufgrund ihrer Stabilität nicht vollständig abgebaut werden: Sie zerfallen im Laufe der Zeit in immer kleinere Teilchen. Wenn diese kleiner als 5 Millimeter sind, werden sie als Mikroplastik bezeichnet.

Von der Umwelt gelangen solche Partikel auch in Lebewesen: Pflanzen, Tiere und Menschen. Laut einer Studie der Universität von Victoria nehmen Menschen pro Jahr etwa 200’000 Mikroplastikpartikel über Wasser und die Ernährung auf. Allein über die Ernährung können es gemäss Forschern der Universität Newcastle in Australien durchschnittlich circa 2000 pro Woche sein. Das seien etwa 5 Gramm Plastik, was dem Gewicht einer Kreditkarte entspreche. Es ist allerdings anzumerken, dass die vom WWF in Auftrag gegebene Studie nicht begutachtet wurde.

Jedenfalls gilt: Je kleiner die Partikel, desto leichter können sie sich verteilen. So konnten sie bereits in Fäkalien von Säuglingen und Erwachsenen, in menschlichem Blut und in menschlichen Organen nachgewiesen werden. Und in den Organen können sie laut Wissenschaftler der Universität des Saarlandes die Zellmembranen mechanisch destabilisieren, wie Forschung und Wissen berichtet.

[...]

Quelle:

The Guardian: Microplastics found in human blood for first time - 24. Mai 2022

K-Tipp: Plastikpartikel belasten  Schweizer Ackerböden - 19. Oktober 2022

Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology: Successful Identification of the cause and cellular physiology of apoptosis caused by microplastics introduced into the brain - 24. November 2021





Plastik im Meer 17.4.2023: wird von gewissen Tieren als Insel benutzt:
Plastikmüllstrudel im Pazifik voller Leben

https://orf.at/stories/3312946/

Barbara Reichmann, Ö1-Wissenschaft

Der große Plastikmüllstrudel ist laut einer neuen Studie von Lebewesen besiedelt: Zahlreiche Arten haben die schwimmenden Plastikteile als neuen, dauerhaften Lebensraum für sich „entdeckt“.

Mehr dazu in science.ORF.at

https://science.orf.at/stories/3218792

Alte Fischernetze, Getränkeflaschen, Müllsäcke – Plastik, so weit das Auge reicht: Das ist der große Plastikmüllstrudel im Pazifik („The Great Pacific Garbage Patch“). Er wird auf 1,6 Millionen Quadratkilometer geschätzt, das ist 19 Mal die Fläche Österreichs.

Auf 98 Prozent des Abfalls haben sich wirbellose Organismen angesiedelt, der Großteil von ihnen stammt aus dem Meer, heißt es in der Studie, die soeben im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde. Aber auf 70 Prozent der untersuchten Teile gab es auch Lebewesen, die sonst nur an der Küste zu finden sind. Vor allem auf Seilen und Fischernetzen entdeckte man eine große Vielfalt an Küstentieren; die meisten Meeresorganismen haben sich auf schwimmenden Kisten angesiedelt.

Hoher Artenreichtum

Einen besonders hohen Artenreichtum entdeckten die Fachleute bei den Moostierchen, das sind kleine Vielzeller, die im Wasser leben. Weiters fanden sie eine Vielzahl von Gliederfüsslern wie Krebstierchen, oder Nesseltiere wie Korallen. Und noch eine interessante Beobachtung machten die Forschenden: Die Organismen vermehren sich auch auf dem Abfall. So entdeckte man etwa eierlegende und brütende Krabben oder brütende Flohkrebsweibchen.

Die Untersuchung zeigt, dass an der Küste lebende Organismen auch gut im offenen Meer überleben können, so das Fazit der Studie. Doch die Frage ist, wie sie auf lange Sicht das Ökosystem im Meer beeinflussen und verändern werden.

Plastikschaden ohne Ende 5.6.2023: Tausende von Chemikalien in Plastik haben unbekannten Folgen

https://www.swissinfo.ch/ger/tausende-von-chemikalien-in-plastik-haben-unbekannten-folgen/48567452

Über 13'000 verschiedene Chemikalien werden in Kunststoffen verwendet. Ein Viertel davon ist problematisch. Bei weiteren 50 Prozent ist unklar, wie...




Plastikschaden in Italien, Schweiz und "USA" 14.7.2023: in den Seen: Über 5 Partikel pro m3:
Auch in italienischen Seen: Seen zum Teil stärker mit Mikroplastik belastet als Ozeane
https://www.suedtirolnews.it/italien/seen-zum-teil-staerker-mit-mikroplastik-belastet-als-ozeane

Die massive Verschmutzung der Ozeane mit Plastik ist vielfach belegt. Aber auch Süßwasserseen sind mit Mikroplastik belastet – zum Teil sogar stärker als die Meere, berichtet ein internationales Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachblatt “Nature”. Demnach fanden sich in allen 38 untersuchten Seen aus 23 Ländern Kunststoffpartikel – in dreien davon, dem Luganer See, dem Lago Maggiore und dem Lake Tahoe, mehr als in den am stärksten belasteten Meeresgebieten.

Das Forschungsteam um Barbara Leoni und Veronica Nava von der Universität Mailand-Bicocca (Italien), dem auch die Limnologin Katrin Attermeyer vom WasserCluster Lunz und dem Department für Funktionelle und Evolutionäre Ökologie der Universität Wien angehörte, hat in einer standardisierten Erhebung 38 Seen und Stauseen untersucht. Den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern zufolge handelt es sich um die erste global repräsentative, standardisierte Untersuchung von Seen.

Das ernüchternde Ergebnis: Plastikmüll fand sich in allen untersuchten Seen – sogar in jenen Gewässern, die auf den ersten Blick vollkommen unberührt von menschlichen Einflüssen zu sein scheinen. Den weitaus größten Anteil machte mit fast 94 Prozent Mikroplastik (Partikel kleiner als fünf Millimeter) aus, alle anderen Teilchen waren größer.

21 der untersuchten Seen wiesen Konzentrationen von weniger als einem Partikel pro Kubikmeter auf. Zu dieser Kategorie gehört auch das einzige in Österreich untersuchte Gewässer, der Lunzer See in Niederösterreich. 14 Seen hatten Konzentrationen zwischen einem und fünf Partikel und drei Seen Konzentrationen von mehr als fünf Partikel pro Kubikmeter. Die Resultate dieser drei Seen – Luganer See (Schweiz/Italien), Lago Maggiore (Italien) und Lake Tahoe (USA) – hält Attermeyer insofern für “beunruhigend, als sie bereits jetzt eine höhere Mikroplastikbelastung aufweisen als die weltweit am stärksten verschmutzten subtropischen Ozeanwirbel”.

Chemisch bestanden die meisten Partikel aus Polyester (PES), Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE), was die Expertin wenig überrascht: “PE und PP machen mehr als die Hälfte der weltweiten Kunststoffproduktion aus, während PES für 70 Prozent der gesamten Produktion von Fasern für die Textilindustrie benötigt werden.” Dementsprechend waren bei den gefundenen Kunststoffteilchen auch zwei Formkategorien dominant: Fasern (49 Prozent) und Fragmente (41 Prozent), die als “sekundäres Mikroplastik” durch Zersplitterung größerer Kunststoffteile entstehen.

Besonders anfällig für die Verschmutzung durch Mikroplastik erwiesen sich zwei Gewässer-Typen: einerseits Seen in dicht besiedelten und urbanisierten Gebieten und andererseits flächenmäßig große Seen, die vermutlich wegen ihres großen Einzugsgebiets und der langen Wasserverweildauer besonders belastet sind. Die Forscher stellten weitere Zusammenhänge fest: In Seen mit geringer Oberfläche, Maximaltiefe und Uferlänge dominierten blaue oder schwarze Fasern aus PES, während in großen, tiefen Seen mit ausgedehnter Uferlinie transparente oder weiße Fragmente aus PP und PE vorherrschten.

“Jeder See hatte somit quasi seine eigene Plastik-Signatur”, so Attermeyer. Dies könnte nicht nur bei der Ermittlung möglicher Verschmutzungsquellen, sondern auch bei der Charakterisierung der Auswirkungen der Kunststoffverschmutzung helfen.

In einer zweiten in “Nature” veröffentlichten Studie hat ein Forscherteam um Hudson Pinheiro von der California Academy of Sciences (USA) 84 Korallenriffe in unterschiedlicher Tiefe im Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean auf anthropogenen Makromüll (größer als fünf Zentimeter) untersucht. In 77 Riffen fanden sie Abfälle – das Gros davon bestand aus Plastik. Der Anteil des Kunststoffmülls war in den tiefer gelegenen Korallenriffen (30-150 Meter Tiefe) am höchsten. In den meisten untersuchten Gebieten wurden die Fischerei als Hauptquelle für Plastik identifiziert, etwa Angelleinen, Netze oder ausrangierte Reusen.

Von: apa



Plastikschaden 29.7.2023: Schwämme aus Kunstfaser mit Schwämmen aus Pflanzenfasern ersetzen
https://t.me/basel2020Einladung/49989
Liebe Alle
Praktisch alle Putzlappen und -schwämme die wir in den Läden kaufen können, sind aus Kunstfasern und ALLE geben beim Gebrauch, Waschen und Trocknen Microplastik in die Umwelt ab.
Auf der Suche nach Putzschwämmen aus nachwachsenden Pflanzenfasern bin ich auf diesen Anbieter mit folgenden Produkten gestossen. Soweit ich es geprüft habe, hat es kein Kunststoffe drin, nur Kokos und Zellulose.
Versandkostenfrei ab Fr. 69.90
Ich habe mir von folgendem bestellt:
1. https://www.biolindo.ch/de-CH/protea/naturschwamm-6er-set
2. https://www.biolindo.ch/de-CH/groovy-goods/oeko-schwamm-super-soft
3. https://www.biolindo.ch/de-CH/ecoliving/kompostierbarer-schwamm#reviews
4. https://www.biolindo.ch/de-CH/small-planet-amz/luffaschwamm-1
5. https://www.biolindo.ch/de-CH/tea-natura/spuelschwamm

Mit Nr. 1 habe ich das Bad geputzt. Ersetzt sehr gut den hellgrünen Viskose mit weisser Plastikscheuerseite Miobrillschwamm der Migros. Ist weich, handlich, saugfähig.
Nr. 3 ist wunderbar saugfähig, der eignet sich gut, um in der Küche die Oberfläche mit dem feuchten Schwamm trockenzuwischen. Guter Ersatz für Lappen. Zum Abwaschen des Geschirrs: ungewohnt für mich, da ich eher Natur-Bürste oder Luffaschwamm nutze. Für sehr empfindliche Gegenstände ok, für Eingetrocknetes zu weich. Da wäre Nr. 1 besser.
Die restlichen Schwämme habe ich noch nicht ausprobiert (Nr. 2 und 3 sowie 4 und 5 sind ähnlich)

Dann gibt es noch die kompostierbare Schwammtücher in den Bioläden von 2 - 3 unterschiedlichen Anbietern zu kaufen. Mit denen bin ich nicht zufrieden, weil sie schnell kaputt gehen. Die mit dem Aufdruck „memo“  im Oekoladen Theatherpassage sind bis jetzt die besten. Hier gibt es Schwammtücher mit Motiven, günstiger als in den Läden und noch andere Anbieter. Wie haltbar diese sind, weiss ich nicht:
https://www.biolindo.ch/de-CH/suche?keyword=Schwammt%C3%BCcher

Biolindo Onlineshop Schweiz (https://www.biolindo.ch/de-CH/protea/naturschwamm-6er-set)
Spülschwamm 6 Stk
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Plastikschaden mit Babyflasche 29.7.2023: Babyflaschen setzen Mikroplastik frei
https://www.naturstoff-medizin.de/artikel/babyflaschen-setzen-mikroplastik-frei/
https://t.me/impfschadencoronavirus/53374

Babyflaschen aus Polypropylen sind weit verbreitet. Doch vor allem beim Erhitzen wird enorm viel Mikroplastik freigesetzt. Forscher haben jetzt festgestellt, dass durchschnittlich 16,2 Millionen Mikrokunststoffpartikeln pro Liter in die Nahrung abgegeben werden.

1️⃣ Babyfläschchen aus Kunststoff sind leicht und praktisch zu handhaben. Viele junge Eltern ziehen sie deswegen seit Jahrzehnten Glasfläschchen vor.

2️⃣ In einer aktuellen Studie haben Forscher jetzt allerdings herausgefunden, dass Babyflaschen auf Polypropylenbasis eine extrem hohe Anzahl an Mikroplastikpartikel freigeben.

3️⃣ Babys sind in ihrer Nahrung so bis zu 16,2 Millionen Mikropartikeln pro Liter ausgesetzt. Werden die Fläschchen mit kochendem Wasser sterilisiert, dann erhöht sich die Freisetzung zusätzlich signifikant. Diese Zahlen sind ein Vielfaches mehr, als die Zahl der nachgewiesenen Mikroplastikpartikel in Mineralwasser...."


Naturstoff Medizin (https://www.naturstoff-medizin.de/artikel/babyflaschen-setzen-mikroplastik-frei/)
Babyflaschen setzen Mikroplastik frei
Babyflaschen aus Polypropylen sind weit verbreitet. Doch vor allem beim Erhitzen wird enorm viel Mikroplastik freigesetzt. Forscher hab



Mikroplastik im Herzen in den "USA" am 12.8.2023: Blutproben vor Herzoperationen untersucht:
Wissenschaftler schockiert: Acht Mikroplastik-Arten im menschlichen Herz gefunden
https://www.blick.ch/life/gesundheit/wissenschaftler-schockiert-acht-mikroplastik-arten-im-menschlichen-herz-gefunden-id18832002.html

Mikroplastik findet sich in Gewässern, in unserer Nahrung und damit auch in unserem Körper. Eine neue Studie zeigt nun, dass sich die winzigen Plastikteile sogar im menschlichen Herz ablagern können.

Kleinste Plastikpartikel befinden sich überall in unserer Umwelt. Mikroplastik entsteht, wenn Plastikmüll durch Wind und Wetter in der Natur zerfällt. Für einige Produkte wird Mikroplastik auch speziell produziert, so zum Beispiel für Zahnpasta, Body-Lotion oder Peelings. Kein Wunder, dass Mikroplastik auch in unserem Körper gelangt.

Die kleinen Partikel wurden bereits in Darm, Blut und sogar in der Muttermilch gefunden. Zum ersten Mal konnten Forscher nun Mikroplastik im menschlichen Herz nachweisen, wie aus einer neuen Studie aus den USA hervorgeht. Die Wissenschaftler konnten acht verschiedene Arten von Plastik nachweisen.

Mikroplastik auch in allen Blutproben
Für die Untersuchung entnahmen die Forscher jeweils bei 15 Patienten vor und nach einer Herz-OP Proben des Bluts sowie eine Probe des Herzgewebes. Mit der doppelten Entnahme soll untersucht werden, ob während der Operation am offenen Herzen Mikroplastik ins Blut gelangt. Mit der Hilfe von bildgebenden und mikroskopischen Verfahren konnte in den Proben Mikroplasitk nachgewiesen werden.

In den Gewebeproben fanden die Forschenden 20 bis 500 Mikrometer grosse Teilchen aus acht verschiedenen Kunststoffarten. In einzelnen Proben wurden mehrere Tausend einzelne Mikroplastikstücke gefunden. Auch in allen Blutproben konnte man Kunststoffpartikel nachweisen.

Auswirkungen auf Gesundheit ist unklar
Da die Forschenden in dieser Studie nur wenige Stichproben nehmen konnten, ist die Aussagekraft der Studie begrenzt. Dennoch: Alleine die Tatsache, dass sich gleich acht Arten von Mikroplastik im Herzen finden lassen, ist erschreckend.

Nun sei es wichtig, weiterzuforschen. Nur so könne man herausfinden, wie Mikroplastik während chirurgischer Eingriffe in den Körper gelangt – und welche Auswirkungen die Teilchen auf die Gesundheit haben.

Um den Plastikmüll zu reduzieren, trafen sich im Juni Regierungsvertreter aus 175 Ländern in Paris. Es wurden Lösungen für eine geringere Produktion, die Entsorgung und das Recycling von Plastik diskutiert. Auch die Gefahren durch Mikroplastik und die Unterstützung der Entwicklungsländer im Umgang mit Plastikmüll waren Thema der Verhandlungen. (jl/AFP)


Weitere Themen:
-- Mehr zu Mikroplastik: Forschende weisen zum ersten Mal Mikroplastik in Muttermilch nach
-- Besorgniserregender Befund: Forschende weisen Mikroplastik in Muttermilch nach
-- Schockierende US-Studie: Blauwale nehmen täglich Millionen Mikroplastikteile auf
-- Von wegen gesund! Forscher finden giftige Pneu-Spuren im Salat






Plastikschaden am 6.9.2023: Alarmierende Menge an Mikroplastik an arktischen Stränden

Während sechs Jahren sammelten Touristen Mikroplastik an der nördlichsten Landmasse Europas. Wissenschaftler untersuchten die Partikel und veröffentlichten die Ergebnisse.

https://transition-news.org/alarmierende-menge-an-mikroplastik-an-arktischen-stranden


Studie 6.9.2023: Mikroplastik reichert sich im Gehirn an und verursacht Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit Demenz
https://telegra.ph/Studie-Mikroplastik-reichert-sich-im-Gehirn-an-und-verursacht-Verhaltensänderungen-im-Zusammenhang-mit-Demenz-09-06
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/77373





19.9.2023: Pilze fressen Plastik und Öl
Pilze können alle Umweltprobleme der Erde lösen! – Sie essen Plastik und beseitigen Ölverschmutzung
In den letzten 50 Jahren hat sich die Gesundheit unseres Planeten stetig verschlechtert, die Umweltverschmutzung ist so hoch wie nie
https://bewusst-vegan-froh.de/pilze-koennen-alle-umweltprobleme-der-erde-loesen/ - https://t.me/c/1292545312/46982



Grüssel am 25.9.2023: Mikroplastik soll verboten werden - aber die tödliche "Coronaimpfung" NICHT!
EU verbietet Mikroplastik: Sportplätze und Kosmetik betroffen
https://www.upday.com/de/eu-verbietet-mikroplastik-sportplaetze-und-kosmetik-betroffen
https://t.me/c/1292545312/47944

-- Mikroperlen und Glitter in Kosmetik
-- Granulat auf Kunstrasenplätzen und anderen Sportanlagen

Der Verkauf von Mikroplastik in verschiedensten Bereichen wird in der Europäischen Union schrittweise verboten. Durch neue Regeln der EU-Kommission wird in Zukunft der Verkauf von Mikroplastik als solchem untersagt, ebenso von Produkten, denen Mikroplastik zugesetzt wurde und die dieses bei der Verwendung freisetzen. Das geht aus einer Mitteilung der Brüsseler Behörde vom Montag hervor. Das Verbot betrifft demnach beispielsweise Granulatmaterial auf Sportanlagen, Kosmetika wie Peelings oder Glitter, ebenso Spielzeug und Pflanzenschutzmittel.

Hintergrund: Hier ist überall Mikroplastik drin (Bayrischer Rundfunk)

Erste Verbote werden in 20 Tagen gelten

Die Maßnahmen sollen nach und nach umgesetzt werden: Das Verbot von etwa Mikroperlen und losem Glitter soll bereits in 20 Tagen gelten, in anderen Fällen soll das Verkaufsverbot erst in den kommenden Jahren in Kraft treten.

Mit dem Begriff Mikroplastik werden schwer abbaubare, synthetische Polymere mit Größe von weniger als fünf Millimetern bezeichnet. Die Partikel reichern sich in Tieren, einschließlich Fischen und Schalentieren, an und können daher auch in Lebensmittel gelangen. Die neuen Vorschriften sollen die Freisetzung von etwa einer halben Million Tonnen Mikroplastik in die Umwelt verhindern.

Sportanlagen als eine der größten Mikroplastik-Quellen

Das Granulat auf Kunstrasenplätzen und anderen Sportanlagen ist laut Kommission die größte Quelle für die Freisetzung von zugesetztem Mikroplastik, und damit ein Umweltproblem. Das Mikroplastik-Verbot soll daher hier nach acht Jahren in Kraft treten – «um den Besitzern und Betreibern von Sportplätzen die Zeit zu geben, auf Alternativen umzusteigen».

Produkte, die an Industriestandorten verwendet werden oder bei der Verwendung kein Mikroplastik freisetzen, sind den Angaben nach vom Verkaufsverbot ausgenommen. Ihre Hersteller müssten jedoch Anweisungen zur Verwendung und Entsorgung des Produkts geben, um Freisetzungen von Mikroplastik zu vermeiden. Auch für Arzneien sowie Lebens- und Futtermittel gibt es bestimme Ausnahmen. dpa/shs




Mikroplastik am 30.9.2023: ist auch in den Wolken vorhanden:
Microplásticos también están presentes en las nubes

https://especial.larepublica.pe/la-republica-sostenible/2023/09/29/microplasticos-tambien-estan-presentes-en-las-nubes-2824281

Übersetzung mit Deepl:

Experten in Japan warnen vor den Gefahren, die von dieser Situation ausgehen.
Mikroplastik, das seit langem die Meere und Böden der Welt verschmutzt, findet sich nun auch in den Wolken, wie eine Studie der japanischen Waseda-Universität ergab.
Die Experten wiesen das Vorhandensein dieser Schadstoffe in der Flüssigkeit nach und identifizierten neun verschiedene Arten von Polymeren und eine Art von Gummi mit einer Größe von 7,1 bis 94,6 Mikrometern.
"Die Anhäufung von Mikroplastik in der Atmosphäre, insbesondere in den Polarregionen, kann zu erheblichen Veränderungen im ökologischen Gleichgewicht des Planeten führen und einen ernsthaften Verlust der biologischen Vielfalt verursachen", so Professor Hiroshi Okochi, Leiter der Forschungsarbeiten.
Wenn das Problem der Luftverschmutzung durch Kunststoffe nicht proaktiv angegangen wird, könnten der Klimawandel und ökologische Risiken zur Realität werden und in der Zukunft ernsthafte und unumkehrbare Umweltschäden verursachen, warnte er.
Dies wurde festgestellt, nachdem die Experten Wasserproben von Wolken auf den Gipfeln des Mount Fuji und des Mount Oyama in einer Höhe von 1.300 bis 3.776 Metern analysiert hatten.

orig. Spanisch:

Expertos de Japón advierten peligros de esta situación.
Los microplásticos, esos elementos que desde hace tiempo contaminan los mares y los suelos del planeta, ahora también se encuentran en las nubes, reveló un estudio realizado por la Universidad de Waseda, en Japón.
Los especialistas detectaron la presencia de estos contaminantes en el fluido, e identificó nueve tipos distintos de polímeros y uno de caucho con tamaños que oscilaban entre los 7,1 y los 94,6 micrómetros.
"La acumulación de microplásticos en la atmósfera, especialmente en las regiones polares, puede llevar a cambios significativos en el balance ecológico del planeta, provocando una grave pérdida de biodiversidad", apuntó el profesor Hiroshi Okochi, director de la investigación.
Si el asunto de la contaminación del aire por plásticos no se aborda de manera proactiva, el cambio climático y los riesgos ecológicos pueden convertirse en una realidad, causando daños ambientales graves e irreversibles en el futuro, advirtió el especialista.
Esta situación fue determinada luego de que los especialistas realizaran diversos análisis a muestras de agua de las nubes ubicadas en las cimas de los montes Fuji y Oyama, a una altura comprendida entre los 1.300 y 3.776 metros.





Plastikschaden weltweit 3.11.2023: auch in der Luft
https://www.yamedo.de/blog/unsere-koerper-werden-zu-plastik/
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/81977
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [03.11.2023 12:32]

Plastik an den Stränden, im Park, im Müll. Das kennen wir ja. Aber längst fanden Forscher bereits Plastik in unserem Blut und dem Darm. Und neuerdings atmen wir bereits Plastik aus der Luft.

Na wunderbar… — dabei hat das „Plastik-Zeitalter“ noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht. Bis heute hat die Menschheit rund 8 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert und die jährliche globale Menge steigt stetig an. Waren es 1960 „nur“ unter 100 Millionen Tonnen, wuchs die weltweite Jahres-Produktion 2016 auf über 3.5 Milliarden Tonnen.





Plastikschaden im Trinkwasser "USA" am 19.1.2024: Mikroplastik und Nanoplastik - Artikel vom18.1.2024:
BILD: Wer Tafelwasser trinkt, schluckt 200.000 Plastikpartikel - Teilchen wandern in Organe und Gehirn
t.me/LebensmittelFriedhof
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/86872
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [19.01.2024 18:18]
BILD Artikel vom 18.01.24

Washington - Mikroplastik ist überall: im Ozean, in der Luft, im menschlichen Blut. Jetzt haben Forscher der Columbia University in New York entdeckt: Wer Tafel- oder Mineralwasser trinkt, nimmt nicht nur Mikroplastik auf, sondern auch giftiges Nanoplastik in hoher Dosis.
Demnach kann in Plastikflaschen verkauftes Wasser mehr als 200.000 der bis zu einem Mikrometer kleinen Kunststoffteilchen pro Liter enthalten. Das ist 100mal mehr als bisherige Schätzungen.
Das Problem: Anders als grösseres Mikroplastik dringt Nanoplastik tief in Gewebe, Organe und Gehirn ein. Es gilt daher als gesundheitsschädlich.
Studien legen nahe, dass Mikroplastik Entzündungen fördern, das Immunsystem stören und Zellen schädigen kann.



20.1.2024: WIESO werden die Bakterien in den Medien verschwiegen, die Plastik fressen? Um die Menschheit zu vergiften und umzubringen!
von Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR zahlen - sonst verschwinden die Bankfilialen

Wegen Plastikschaden im Wasser:

Es gibt mehrere Bakterien, die Plastik fressen und beseitigen - das wird aber immer verschwiegen, vielleicht, weil man die Menschheit einfach total vergiften will:

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

Meldungen zum PET-Fresser-Bakterium Ideonella sakaiensis - Link
http://www.geschichteinchronologie.com/welt/plastikschaden/plastikschaden04-01-bakterium-Ideonella-sakaiensis-frisst-PET-plastik-auf-01.html

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

Und auch ein Enzym baut Plastik ab:

9.4.2020: Enzym LCC baut Plastik ab:
https://www.golem.de/news/plastikmuell-veraendertes-enzym-recycelt-kunststoff-2004-147825.html?fbclid=IwAR3THDjAooEbFHkcitEPcpIfdsIxq28EJc0VatsirGo-2hLsmKgCM4whLcQ

Blog Plastikschaden: http://www.geschichteinchronologie.com/welt/plastikschaden/plastikschaden05-ab31aug2019.html

Wieso wird denn das verschwiegen und in den Seen, Flüssen, Meeren und Wasserwerken nicht angewandt? Ich denke, weil die "hohen Logen" uns auch so alle vergiften und beseitigen wollen - kontrollieren - protestieren - anregen - mit den Wasserwerken und mit den Umweltschutzbehörden sprechen!





Bakterien, die Plastik fressen 20.1.2024: werden von den Mossad-Medien verschwiegen!
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/86930
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [20.01.2024 16:22]
Wegen Plastikschaden im Wasser:

-- Bakterium Ideonella sakaiensis 201-F6
-- Bakterium Azotobacter vinelandii
-- Enzym LCC

Es gibt mehrere Bakterien, die Plastik fressen und beseitigen - das wird aber immer verschwiegen, vielleicht, weil man die Menschheit einfach total vergiften will:

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

Meldungen zum PET-Fresser-Bakterium Ideonella sakaiensis - Link
http://www.geschichteinchronologie.com/welt/plastikschaden/plastikschaden04-01-bakterium-Ideonella-sakaiensis-frisst-PET-plastik-auf-01.html

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

Und auch ein Enzym baut Plastik ab:

9.4.2020: Enzym LCC baut Plastik ab:
https://www.golem.de/news/plastikmuell-veraendertes-enzym-recycelt-kunststoff-2004-147825.html?fbclid=IwAR3THDjAooEbFHkcitEPcpIfdsIxq28EJc0VatsirGo-2hLsmKgCM4whLcQ

Blog Plastikschaden: http://www.geschichteinchronologie.com/welt/plastikschaden/plastikschaden05-ab31aug2019.html

Wieso wird denn das verschwiegen und in den Seen, Flüssen, Meeren und Wasserwerken nicht angewandt? Ich denke, weil die "hohen Logen" uns auch so alle vergiften und beseitigen wollen - kontrollieren - protestieren - anregen - mit den Wasserwerken und mit den Umweltschutzbehörden sprechen!

Gruss an alle und danke für eure Arbeit.
👍👍👍



Plastikschaden am 21.1.2024: Fleisch und pflanzliche Proteine mit Mikroplastik verseucht:
Studie findet MIKROPLASTIK in fast 90 % der Proteinquellen, einschließlich pflanzlicher
https://telegra.ph/Studie-findet-MIKROPLASTIK-in-fast-90--der-Proteinquellen-einschlie%C3%9Flich-pflanzlicher-01-18
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/87006




Plastikschaden durch Plastikgeschirr am 12.2.2024: Weichmacher "Phthalate" sollen Frühgeburten verursachen:
Weg mit der Tupperware?

https://transition-news.org/weg-mit-der-tupperware

Chemikalien, die für Kunststoffe in Alltagsgegenständen verwendet werden, stehen laut einer neuen Studie in den USA jedes Jahr mit Zehntausenden von Frühgeburten in Verbindung. Daten von 5000 Müttern wurden untersucht.

Chemikalien, die üblicherweise für Kunststoffe in Lebensmittelbehältern, Lotionen und anderen Produkten verwendet werden, stehen laut einer neuen Studie in den USA jedes Jahr mit Zehntausenden von Frühgeburten in Verbindung. Darüber berichtet USA Today.

Die Forscher, der am vergangenen Dienstag im Lancet Planetary Health veröffentlichten Arbeit untersuchten die tägliche Exposition gegenüber Phthalaten, synthetischen Chemikalien, die in Alltagsgegenständen verwendet werden. Nationale Daten von 5000 Müttern wurden untersucht. Die Studie ergab ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten, das in den USA zugenommen hat.

In den USA, die zu den weltweit grössten Herstellern dieser Chemikalien gehören, werden jährlich Millionen von Tonnen Phthalate produziert. Sie finden sich in alltäglichen Haushaltsgegenständen, von Spielzeug bis Tupperware, und werden verwendet, um Kunststoffe haltbarer, biegsamer und glänzender zu machen. Sogar in der Lebensmittelproduktion sind sie weit verbreitet.

Phthalate können über die Haut aufgenommen, verdaut oder eingeatmet werden. Sie stören Hormone, die als chemische Botenstoffe wirken, so USA Today. Bei schwangeren Müttern könne dies die Hormonregulation beeinflussen, wenn das Kind zur Welt kommt. Bei Föten würden die Hormone Signale für die Entwicklung des Babys geben.

Quelle:

Ditch that plastic container, study says. Plastics linked to thousands of preterm births.

The Lancet: Prenatal phthalate exposure and adverse birth outcomes in the USA: a prospective analysis of births and estimates of attributable burden and costs





Plastikschaden weltweit am 5.4.2024: liegt auch auf dem Meeresgrund:
Millionen Tonnen Plastik auf Meeresgrund
https://science.orf.at/stories/3224443/

Ungefähr jede Minute gelangt im Durchschnitt eine volle Müllwagenladung Plastik in die Weltmeere und treibt im Wasser. Ein großer Teil davon sinkt in die Tiefe: Insgesamt befinden sich laut einer Studie auf dem Grund der Ozeane schätzungsweise bereits drei bis elf Millionen Tonnen Plastikmüll.

Mit Hilfe von ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen sei es zum ersten Mal gelungen, ungefähr zu quantifizieren, wie viele Plastikabfälle auf den Meeresboden gelangen und wo sie sich genau ansammeln, bevor sie in kleinere Stücke zerlegt und mit dem Meeressediment vermischt werden. Das sagte Denise Hardesty von der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro, eine der Studienautorinnen.

„Wir wissen, dass jedes Jahr Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Ozeanen landen, aber was wir bisher nicht wussten, war, wie viel dieser Verschmutzung auf den Meeresboden gelangt“, so Hardesty. Während es in der Vergangenheit bereits Schätzungen zu Mikroplastik gab, befasst sich die neue Untersuchung mit größeren Gegenständen wie Netzen, Bechern und Plastiksackerln.
Müll in bis zu 11.000 Meter Tiefe

Da sich der Kunststoffverbrauch bis 2040 voraussichtlich verdoppeln werde, sei es für den Schutz der Meeresökosysteme und der Tierwelt von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie und wohin Plastikmüll im Meer transportiert werde. Die Studie wurde nun im Fachjournal „Deep Sea Research Part I: Oceanographic Research Papers“ veröffentlicht.

Die Plastikverschmutzung auf dem Meeresboden könnte den Schätzungen zufolge bis zu 100-mal größer sein als jene Menge Plastik, die an der Meeresoberfläche schwimme, so Studienleiterin Alice Zhu von der Universität Toronto in Kanada. Der Grund der Ozeane sei somit zu einem langfristigen Ruheort beziehungsweise zu einem Reservoir für einen Großteil der Plastikverschmutzung geworden.

„Das wird durch den extrem langsamen Abbau von Kunststoff in kalten Umgebungen noch verschärft, in denen es sowohl an Sauerstoff als auch an UV-Strahlung mangelt“, heißt es in der Studie. Etwa die Hälfte (46 Prozent) der geschätzten Plastikmasse befindet sich den Ergebnissen zufolge oberhalb von 200 Meter Wassertiefe, der Rest (54 Prozent) in Meerestiefen von bis zu 11.000 Metern.

red, science.ORF.at/Agenturen





Bakterien gegen Plastik am 30.4.2024:
Bakterien können Plastikmüll zersetzen
https://science.orf.at/stories/3224799

Müllberge aus Plastik sind ein stetig wachsendes Umweltproblem. Für manche häufig verwendete Kunststoffe gibt es bisher außerdem kaum Recyclingmodelle. Plastikzersetzende Bakterien, die diesen Polymeren während der Herstellung beigemischt werden, könnten künftig einen Ausweg bieten, zeigt eine Studie aus den USA.

Bakterien können Plastikmüll zersetzen
Müllberge aus Plastik sind ein stetig wachsendes Umweltproblem. Für manche häufig verwendete Kunststoffe gibt es bisher außerdem kaum Recyclingmodelle. Plastikzersetzende Bakterien, die diesen Polymeren während der Herstellung beigemischt werden, könnten künftig einen Ausweg bieten, zeigt eine Studie aus den USA.

Eine Welt ohne Plastik ist nicht mehr vorstellbar. Egal ob Getränkeflaschen, Verpackungsmaterial, Bekleidung, Geschirr, Bodenbeläge, Fensterrahmen, Möbel – Plastik wird überall verwendet. Es ist leicht, kostengünstig in der Produktion und vor allem langlebig. Genau das macht es zu einem massiven Umweltproblem, denn in der Natur ist Plastik schwer bis gar nicht abbaubar.

Manche Kunststoffarten lassen sich auch kaum recyclen. Plastik aus Polyurethan (PU) zum Beispiel, das aufgrund seiner guten Dehnungseigenschaften in der Industrie breitflächigen Einsatz findet, galt bis vor wenigen Jahren genau wegen dieser Merkmale als nicht wiederverwendbar. Obwohl es in der Zwischenzeit bereits einige Recyclingmethoden gibt, landen noch immer viele Produkte aus Polyurethan – Handyhüllen, Schuhsohlen, Elasthan in Kleidungsstücken, auch Autoteile oder Schaumfüllungen für Matratzen und Polster (PU-Schaum) – nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer direkt auf Mülldeponien oder werden verbrannt. Dabei können giftige Substanzen freigesetzt werden.

Leben im Kunststoff
Immer wieder wurde auch versucht, diese Kunststoffe biologisch zersetzbar zu machen. Viele dieser Bemühungen führten aber zu einer Verschlechterung der erwünschten Materialeigenschaften von Polyurethan und ließen sich nur schwer auf industrielle Prozesse übertragen.

Einem Team um Jonathan Pokorski und Han Sol Kim von der University of California San Diego gelang es nun, eine mit lebenden Organismen angereicherte Version von Polyurethan herzustellen, die die industrielle Fertigung nicht behindert, wie die beiden Wissenschaftler in der soeben im Fachjournal „Nature Communications“ erschienenen Studie berichten. Dafür nutzten die Forschenden Sporen des Bakteriums Bacillus subitilis, die sie dem Plastik im Herstellungsprozess beimengten.

Hunger auf Plastik
Bacillus subtilis zählt zu den bekanntesten sporenbildenden Bakterien. Um mit für sie potenziell lebensfeindlichen Bedingungen wie hohen Temperaturen, hohem Druck und Giftstoffen wie Säuren, Basen und Lösungsmitteln zurechtzukommen, haben manche Bakterienarten Sporen entwickelt. Diese Sporen sind die meiste Zeit ihres Lebens inaktiv und können jahrelang schlafend überdauern, um dann durch äußere Trigger gesteuert innerhalb von Minuten zu keimen und sich in lebensfähige Zellen zu verwandeln.
Genau diese Eigenschaften wollten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunutze machen. Ein weiterer Vorteil von Bacillus subtilis: Einige Stämme dieser fast überall in der Natur vorkommenden Bakterienart können polyesterbasierte Polymere wie Polyurethan zersetzen – sie ernähren sich also tatsächlich von Plastik.

Hitze ist das Problem
Allerdings vertragen ihre Sporen die hohen Temperaturen von mehr als 130 Grad Celsius nicht, die bei der industriellen Fertigung von Polyurethanen notwendig sind. Schon bei Temperaturen um 100 Grad Celsius überleben sie nur wenige Minuten.
Mithilfe biotechnologischer Verfahren wie der sogenannten Adaptiven Laborevolution (ALE) gelang es den Forschenden hitzeresistente Sporen herzustellen, die deutlich höhere Temperaturen tolerieren. Als lebende Zusatzstoffe wurden diese Sporen anschließend dem Plastik beigemengt. Fast 100 Prozent aller biotechnologisch veränderten Sporen überlebten die zur Herstellung von thermoplastischem Polyurethan notwendigen Verarbeitungstemperatur von rund 135 Grad Celsius.

Bakterien als Müllarbeiter
Um zu prüfen, ob und wie gut das angereicherte Plastik in nährstoffarmen Böden von Mülldeponien tatsächlich zersetzt werden kann, stellte das Forschungsteam sterilisierten Kompost her, der anschließend mit nur wenigen Mikroorganismen versetzt wurde. Auch in dieser an Mikroben armen Umgebung konnten die Sporen keimen. Innerhalb von fünf Monaten wurde der Kunststoff Polyurethan bei einer Umgebungstemperatur von 37 Grad Celsius zu rund 93 Prozent von den Bakterien zersetzt.
Die Studie lässt jedoch die Frage offen, ob bei diesem Zersetzungsprozess Giftstoffe aus den Polyurethanen ins Erdreich entweichen können. „Wir sind noch damit beschäftigt zu verstehen, welche Substanzen während dem Zerfall freigesetzt werden. Bisher fanden wir aber keine Hinweise auf giftige Schadstoffe“, erklärt Pokorski gegenüber science.ORF.at. Auch, ob das Plastik von den Bakterien tatsächlich abgebaut wird oder nur zerfällt, ist noch nicht wirklich verstanden. „Wir konnten aber bereits feststellen, dass bei diesem Prozess CO2 entsteht“, so Pokorski. Beides müsse jedenfalls in weiteren Studien untersucht werden.

Christine Linduska, science.ORF.at




Plastikschaden am 4.5.2024: Die Alltagsgegenstände, von denen man nie wusste, dass sie Plastik enthielten
The every­day items you nev­er knew con­tained plas­tic

https://www.aljazeera.com/news/2024/5/4/invisible-plastic-is-banning-shopping-bags-enough

Übersetzung mit Deepl:

Wie gewöhnliche Gegenstände wie Zahnpasta und Teebeutel unsere Umwelt schädigen können.

In dieser Woche ging in Ottawa, Kanada, die vierte Runde der Vertragsverhandlungen des Zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses zur Plastikverschmutzung zu Ende. Ein wichtiger Streitpunkt zwischen den Unterhändlern aus 175 Ländern ist die Frage, ob die Produktion von Kunststoffen begrenzt werden soll oder nicht, die größtenteils aus fossilen Brennstoffen und Chemikalien hergestellt werden und nach ihrem Gebrauch die Umwelt verschmutzen, da sie nicht vollständig oder leicht biologisch abbaubar sind.

Trotz mehrerer Gesprächsrunden bleibt das allgegenwärtige Plastikproblem ungelöst. Eine letzte Gesprächsrunde soll Ende dieses Jahres in Südkorea stattfinden.

Inmitten der weltweiten Bemühungen, die Plastikverschmutzung einzudämmen, kündigte das Vereinigte Königreich letzten Monat an, dass es ein Gesetz zum Verbot von Feuchttüchern, die Plastik enthalten, einführen werde. Es hat sich gezeigt, dass Feuchttücher aus Plastik nach ihrer Entsorgung schädliches Mikroplastik in die Umwelt absondern.

Jeder weiß, dass Plastiktüten eine Belastung für die Umwelt sind, aber welche anderen Alltagsgegenstände - auch „unsichtbare Kunststoffe“ genannt - enthalten unerwartet Plastik oder schädliches „Mikroplastik“ und gibt es eine Lösung?

Was sind unsichtbare Kunststoffe und „Mikroplastik“?

Dabei handelt es sich um Gegenstände, die scheinbar nicht aus Plastik bestehen - wie Feuchttücher -, die aber, wenn sie entsorgt werden, Plastik in die Umwelt abgeben.

„Unsichtbare Kunststoffe sind überall“, sagte Tony Walker, Professor an der School for Resource and Environmental Studies an der Dalhousie University in Kanada, der auch der Scientists' Coalition for an Effective Plastics Treaty angehört.

„Was die weltweite Kunststoffproduktion angeht, so sind in dem Tisch, an dem ich sitze, in dem Stuhl, auf dem ich sitze, in meinem Computer - in allem, was Sie nennen, ist wahrscheinlich irgendein Kunststoff enthalten.

Nicht alle Kunststoffe müssen beseitigt werden, sagte er, insbesondere wenn sie zur Herstellung von Möbeln verwendet werden, die mehrere Jahrzehnte halten können.

Einwegartikel, die Plastik enthalten, sollten im Mittelpunkt stehen, fügte er hinzu. Sie tragen zu den Tonnen von Plastik bei, die auf unseren Mülldeponien lagern und oft schädliches Mikroplastik in die Umwelt leiten", sagte er.

Bei Mikroplastik handelt es sich um winzige Kunststoffpartikel, die sogar in unsere Nahrung gelangen können, indem sie zum Beispiel von Fischen zersetzt und aufgenommen werden, wenn sie ins Meer gelangen. Walker fügte hinzu, dass selbst so genanntes „biologisch abbaubares Plastik“, das damit beworben wird, dass es sich nach der Entsorgung auf natürliche Weise abbaut, Mikroplastik enthalten kann.


Welche unerwarteten Gegenstände könnten Plastik enthalten?

    Kaugummi: Ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Kaugummi - die „Kaugummibase“ - enthält Polyvinylacetat, einen Kunststoff, der nicht biologisch abbaubar ist, sobald der Kaugummi entsorgt wird.
    Teebeutel: Um ihre Form zu behalten, während sie in heißem Wasser liegen, sind die meisten Teebeutel mit einem Kunststoff namens Polypropylen ausgekleidet. Das Gleiche gilt für viele Kaffeefilter.
    Sonnenschutzmittel: Mehrere Sonnenschutzmittelmarken verwenden Mikroplastik als Inhaltsstoff in ihrer Formel.
    Aluminiumdosen: Viele Aluminiumdosen, die Limonade enthalten, sind mit Kunststoff ausgekleidet, damit die Säure der Limonade nicht mit dem Metall der Dose reagiert.
    Quittungen: Viele Quittungen werden auf Thermopapier gedruckt, das mit einer Kunststoffschicht überzogen ist, um ihm eine glänzende Oberfläche zu verleihen, so dass die meisten Papierquittungen nicht wiederverwertet werden können.
    Toilettenartikel und Waschmittel: Einige Zahnpasta-Marken enthalten winzige Perlen oder Mikroperlen aus Kunststoff, die als Peeling wirken. Diese werden nicht abgebaut und lösen sich nicht in Wasser auf. Mikrokügelchen finden sich auch in Gesichtspeelings, Make-up-Produkten und Waschmitteln.


Was tun die Länder gegen dieses Problem?

Auf einer Sitzung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen im März 2022 wurde eine bahnbrechende Resolution zur Ausarbeitung eines internationalen rechtsverbindlichen Vertrags über die Plastikverschmutzung angenommen.

Im Rahmen der Resolution hat ein zwischenstaatlicher Verhandlungsausschuss (INC), dem Vertreter aus 175 Ländern angehören, Gespräche mit dem Ziel geführt, bis Ende dieses Jahres einen Vertrag auszuarbeiten. Die bisherigen Sitzungen fanden in Uruguay, Frankreich und Kenia statt. Die vierte Sitzung ging diese Woche in Kanada zu Ende und die letzte wird zwischen November und Dezember in Südkorea stattfinden.

Diesmal gab es große Meinungsverschiedenheiten über die Begrenzung der weltweit hergestellten Plastikmenge.

Umweltexperten zufolge ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie in dieser Frage eine Einigung erzielen. Die Kunststoffproduktion nimmt weltweit weiter zu, und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass sich die jährliche Produktion von Kunststoffen aus fossilen Brennstoffen bis 2060 verdreifachen wird, wenn sich nichts ändert.

Der Leiter von Greenpeace in Ottawa, Graham Forbes, sagte, es sei unmöglich, die Plastikverschmutzung zu beenden, ohne die Plastikproduktion massiv zu reduzieren.

„Die derzeitige weltweite Produktion [von Plastik] liegt bei über 400 Millionen Tonnen pro Jahr“, sagte Walker. „Wir recyceln jedoch im Durchschnitt nur 9 Prozent davon. Damit bleiben 91 Prozent der 400 Millionen Tonnen als Abfall übrig.“

Video Dauer 07 Minuten 45 Sekunden 07:45

Warum wollen einige Länder die Plastikproduktion nicht reduzieren?

Das liegt vor allem an wirtschaftlichen Faktoren, sagen Experten.

Einige Länder „haben ein persönliches Interesse an der Herstellung von Kunststoffprodukten oder Erdölprodukten“, erklärte Walker. Diese Länder glauben, dass die Einstellung der Kunststoffproduktion ihrer Wirtschaft schaden würde, fügte er hinzu.
Werden die Regierungen eine Lösung finden?

Experten fordern die auf der INC vertretenen Länder auf, sich sehr viel mehr anzustrengen, um noch in diesem Jahr einen Konsens über die Produktion von Kunststoffen zu erzielen.

Walker wies darauf hin, dass Plastik ein grenzüberschreitender Schadstoff ist, der Flüsse und Grenzen überquert, was bedeutet, dass die Länder ein ureigenes Interesse daran haben sollten, dieses Problem zu lösen. „Kunststoffe befinden sich jetzt in der Atmosphäre, in der Luft, die wir atmen, sie reisen also tatsächlich mit den Luftströmen zwischen den Kontinenten“, sagte Walker.
Quelle: Al Jazeera




ENGL orig.:

How ordinary items like toothpaste and teabags could actually be damaging our environment.

This week, the fourth round of treaty talks by the Intergovernmental Negotiating Committee on Plastic Pollution concluded in Ottawa, Canada. A major bone of contention between negotiators from 175 countries is whether or not to limit the production of plastic, most of which is made from fossil fuels and chemicals and which causes pollution after use, as it does not fully or easily biodegrade.

Despite several rounds of talks, the pervasive plastic problem remains unresolved. A final round of talks is scheduled to be held in South Korea at the end of this year.

Amid global struggles to curb plastic pollution, the United Kingdom said last month that it would introduce legislation to ban wet wipes which contain plastic. Wet wipes made with plastic have been shown to leach harmful microplastics into the environment after they have been disposed of.

Everyone knows that plastic bags are a blight on the environment, but what other everyday items – also known as “invisible plastics – unexpectedly contain plastic or harmful “microplastics” and is there a solution?

What are invisible plastics and ‘microplastics’?

These are items which are seemingly not made of plastic – such as wet wipes – but which, once disposed of, release plastic into the environment.

“Invisible plastics are everywhere,” Tony Walker, a professor at the School for Resource and Environmental Studies at Dalhousie University in Canada who also belongs to the Scientists’ Coalition for an Effective Plastics Treaty, said.

“In terms of global plastic production, which includes things like the table I’m sat at, the chair I’m sat on, my computer – you name it, it probably contains a plastic of some kind.”

Not all plastic needs to be eliminated, he said, particularly if it is used to make furniture which could last for several decades.

Single-use items containing plastic should be the focus, he added. These are adding to the “tonnes of plastic that are sitting in our landfills”, he said, often leaching harmful microplastics into the environment.

Microplastics are tiny particles of plastic which can even make their way into our food – for example by first being broken down and ingested by fish when they get into the sea. Walker added that even so-called “biodegradable plastic”, which is advertised as being able to break down naturally once disposed of, can contain microplastics.


Which unexpected items could contain plastic?

    Chewing gum: A key ingredient used in making chewing gum – “gum base” – actually contains polyvinyl acetate, a plastic which does not biodegrade once the gum is disposed of.
    Tea bags: To retain their shape while they are in hot water, most tea bags are lined with a plastic called polypropylene. The same applies to many coffee filters.
    Sunscreen: Several brands of sunscreen use microplastics as an ingredient in their formula.
    Aluminium cans: Many aluminium cans that contain soda have a lining of plastic to prevent the acid from the soda from reacting with the metal of the can.
    Receipts: Many receipts are printed on thermal paper, which is coated with a layer of plastic to give it a shiny finish, making most paper receipts non-recyclable.
    Toiletries and laundry products: Some toothpaste brands contain tiny beads or micro-beads of plastic which act as exfoliants. These do not degrade or dissolve in water. Micro-beads can also be found in facial scrubs, makeup products and laundry detergent powders.


What are countries doing about this problem?

During a session of the United Nations Environment Assembly in March 2022, a landmark resolution was adopted to draft an international legally binding treaty on plastic pollution.

Under the resolution, an intergovernmental negotiating committee (INC) including representatives from 175 countries, has been holding talks with the aim of drafting a treaty by the end of this year. Previous sessions have convened in Uruguay, France and Kenya. The fourth session wrapped up this week in Canada and the last one will be held between November and December in South Korea.

This time, major disagreements about limiting the amount of plastic manufactured globally arose.

Environmental experts say it is crucial that they reach an agreement on this issue. Plastic production continues to rise around the world and the annual production of fossil fuel-based plastic is projected by the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) to triple by 2060 if nothing changes.

The head of Greenpeace in Ottawa, Graham Forbes, said that it will be impossible to end plastic pollution without massively reducing plastic production.

“Current global production [of plastic] is over 400 million metric tons [tonnes] annually,” said Walker. “However, we’re recycling on average as a planet, only 9 percent. That leaves 91 percent of 400 million metric tons as waste.”

Video Duration 07 minutes 45 seconds 07:45

Why don’t some countries want to reduce plastic production?

This is mainly down to economic factors, experts say.

Some “have vested interest in producing plastic products or petroleum products”, Walker explained. These countries believe that stopping the production of plastic would hurt their economies, he added.
Will governments find a solution?

Experts are calling on countries represented at the INC to work much harder to reach a consensus on the production of plastic before the end of this year.

Walker pointed out that plastic is a transboundary pollutant, crossing rivers and borders, meaning countries should have a vested interest in tackling this issue. “Plastics are now in the atmosphere, in the air we breathe, so they’re actually travelling between continents on air currents,” said Walker.
Source: Al Jazeera






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